Berliner Polizeipräsidentin sieht weiteren Handlungsbedarf bei Frauen in bestimmten Bereichen
Die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel hat anlässlich des Frauentages deutlich gemacht, dass die Polizei bei der Gleichstellung von Frauen zwar auf einem guten Weg sei, jedoch noch nicht das angestrebte Ziel erreicht habe. In einem aktuellen Podcast der Berliner Polizei mit dem Titel „Verschlusssache“ äußerte sie sich ausführlich zu den Entwicklungen und verbleibenden Herausforderungen.
Fortschritte beim weiblichen Nachwuchs in Führungsebenen und Landeskriminalamt
Slowik Meisel betonte, dass die Polizei in den Führungsebenen und im Landeskriminalamt (LKA) erhebliche Fortschritte beim weiblichen Nachwuchs erzielt habe. „Wir haben in den Führungsebenen und auch im Landeskriminalamt enorm aufgeholt, was den weiblichen Nachwuchs angeht“, erklärte die Polizeipräsidentin. Diese positive Entwicklung sei ein wichtiger Schritt in Richtung einer ausgewogeneren Geschlechterverteilung innerhalb der Behörde.
Nachholbedarf bleibt bei Schutzpolizei und Führungspositionen bestehen
Trotz dieser ermutigenden Entwicklungen gibt es laut Slowik Meisel weiterhin deutlichen Nachholbedarf in zwei zentralen Bereichen. Zum einen in der Schutzpolizei, also bei den uniformierten Polizistinnen und Polizisten in Streifenwagen und im täglichen Straßendienst. Zum anderen bestehe auch in den Führungspositionen weiterhin Verbesserungspotenzial. „Es gibt durchaus noch Nachholbedarf bei der Schutzpolizei und auch in den Führungsstellen“, so die Polizeipräsidentin.
Überraschende Unterstützung durch etablierte Führungskräfte
Die Polizeipräsidentin berichtete von einer überraschend positiven Erfahrung bei ihrem Amtsantritt vor knapp acht Jahren. Sie sei in den Führungsebenen auf zahlreiche engagierte Frauenförderer gestoßen, was sie in dieser Form nicht erwartet habe. „Das hätte ich nicht unbedingt so erwartet, wenn man von den alten weißen Männern spricht, was ich nicht mag, aber das waren genau die, die hier in der Polizei Berlin massiv die Frauen gefördert haben“, erklärte Slowik Meisel. Diese Unterstützung durch etablierte Führungskräfte habe maßgeblich zu den bisherigen Fortschritten beigetragen.
Die Aussagen der Berliner Polizeipräsidentin machen deutlich, dass trotz erkennbarer Verbesserungen bei der Frauenförderung innerhalb der Polizeibehörde weiterhin gezielte Anstrengungen notwendig sind, um eine gleichberechtigte Vertretung von Frauen in allen Bereichen der Polizeiarbeit zu erreichen. Besonders in der sichtbaren Schutzpolizei und in leitenden Positionen bleiben zusätzliche Maßnahmen erforderlich, um das angestrebte Gleichstellungsziel vollständig zu verwirklichen.



