Das Goitzsche Klinikum in Bitterfeld warnt eindringlich vor einer neuen Betrugsmasche, bei der sich Kriminelle am Telefon als Mitarbeiter des Krankenhauses ausgeben. Die Täter versuchen, mit erfundenen Geschichten über angebliche Notfälle von Angehörigen Zahlungen zu erpressen.
So gehen die Betrüger vor
Die Anrufer behaupten, dass ein Verwandter oder Bekannter des Angerufenen im Goitzsche Klinikum stationär behandelt werde und sich in Lebensgefahr befinde. Sie fordern die Angerufenen auf, sofort eine Vorauszahlung für dringend benötigte Medikamente zu leisten. Diese Zahlungen sollen per Überweisung oder über andere Kanäle erfolgen.
Das Klinikum stellt klar: „Unsere Mitarbeiter fordern niemals am Telefon zu Zahlungen auf“, so Unternehmenssprecher Bernhard Spring. Auch würden keine sensiblen Patientendaten preisgegeben. „Wir informieren ausschließlich die hinterlegten Notfallkontakte über den Gesundheitszustand von Patienten – und das auch nur in begründeten Fällen“, ergänzt Geschäftsführer Dr. René Rottleb.
Erster Fall dieser Art
Laut Spring ist es das erste Mal, dass das Goitzsche Klinikum für eine solche Betrugsmasche instrumentalisiert wird. Die Klinikleitung hat umgehend Anzeige bei der Polizei erstattet und die Behörden informiert. „Wir bitten die Bevölkerung, wachsam zu sein und bei solchen Anrufen keinesfalls auf die Forderungen einzugehen“, so Spring weiter.
Die Polizei rät: Legen Sie sofort auf, wenn Sie einen solchen Anruf erhalten. Geben Sie keine persönlichen Daten oder Bankverbindungen preis. Informieren Sie anschließend die nächste Polizeidienststelle. Nur so können die Täter schnell identifiziert und gestoppt werden.
Das Goitzsche Klinikum betont, dass alle legitimen Zahlungsaufforderungen stets schriftlich und mit nachvollziehbaren Belegen erfolgen. Bei Unsicherheiten können sich Patienten oder Angehörige direkt an die Klinikverwaltung wenden.



