Seit März stehen in Dessau zwei Blaulicht-Fotografen vor Gericht, die Feuer gelegt haben sollen, um die Fotos davon zu verkaufen. Was am Donnerstag im Gerichtssaal geschah, überraschte alle Beteiligten.
Gericht lässt einige Anklagepunkte fallen
Das Landgericht Dessau hat im Prozess gegen zwei Blaulicht-Fotografen mehrere Anklagepunkte überraschend fallen gelassen. Die beiden Männer waren angeklagt, Brände gelegt zu haben, um spektakuläre Fotos davon zu machen und diese zu verkaufen. Der Vorsitzende Richter begründete die Entscheidung mit Zweifeln an der Beweislage in einigen Fällen.
Beweisaufnahme geht weiter
Die Beweisaufnahme wird jedoch fortgesetzt. Für die verbleibenden Anklagepunkte sollen weitere Zeugen gehört und Gutachten eingeholt werden. Die Verteidigung zeigte sich erleichtert, betonte aber, dass der Prozess noch nicht abgeschlossen sei.
Die beiden Angeklagten sind seit März in Untersuchungshaft. Ihnen wird vorgeworfen, aus Gewinnsucht Brände gelegt und die Feuerwehr gefilmt zu haben. Die Bilder sollen sie an Medien und Privatpersonen verkauft haben.
Der Prozess sorgt bundesweit für Aufsehen, da er die Frage aufwirft, wo die Grenze zwischen Journalismus und Straftat verläuft. Die Entscheidung des Gerichts am Donnerstag könnte weitreichende Folgen haben.



