Bundespolizei zieht positive Bilanz nach intensiven Bahnhofskontrollen
Die Bundespolizei hat in einem mehrwöchigen Einsatz an Bahnhöfen in Berlin und Potsdam umfangreiche Kontrollmaßnahmen durchgeführt und dabei Hunderte gefährliche Gegenstände sichergestellt. Innerhalb von viereinhalb Wochen konnten die Beamten insgesamt 339 mutmaßlich gefährliche Gegenstände beschlagnahmen, die ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellten.
Detailierte Aufschlüsselung der sichergestellten Gegenstände
Die beschlagnahmten Gegenstände umfassten ein breites Spektrum an potenziellen Waffen. Konkret handelte es sich dabei um 145 verschiedene Messer, die in verschiedenen Formen und Größen vorgefunden wurden. Zusätzlich wurden 80 Reizstoffe wie Pfeffersprays oder ähnliche Substanzen sichergestellt, die zur Gefahrenabwehr missbraucht werden könnten.
Weiterhin fanden die Polizeibeamten 22 Hiebwaffen sowie 45 mögliche Schlag- und Stichgegenstände, die im öffentlichen Raum ein erhebliches Risiko darstellen. Besonders alarmierend war der Fund von 30 pyrotechnischen Gegenständen, die bei unsachgemäßer Verwendung zu schweren Verletzungen führen können.
Den Abschluss der gefährlichen Funde bildeten 17 Schusswaffen, Schreckschusswaffen oder Anscheinswaffen, die das Potenzial für schwerwiegende Gewalttaten in sich trugen. Diese Waffen wurden umgehend aus dem Verkehr gezogen, um mögliche Gefahrensituationen zu verhindern.
Umfangreiche Kontrolltätigkeit mit zusätzlichen Ermittlungserfolgen
Die Bundespolizei führte ihre Kontrollen an insgesamt 15 Berliner Bahnhöfen sowie am Potsdamer Hauptbahnhof durch. Dabei kontrollierten die Beamten im Durchschnitt 170 Personen pro Tag zusätzlich auf gefährliche Gegenstände. Diese intensive Überwachung umfasste die Prüfung auf Tierabwehrsprays, Scheren, Schlaggegenstände und andere potenzielle Waffen.
Neben den Waffenfunden konnten die Polizeibeamten während der Kontrollen 501 weitere Straftaten aufdecken. Diese umfassten 129 Gewalttaten, die ein direktes Sicherheitsrisiko für Fahrgäste darstellten. Zusätzlich wurden 96 Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz sowie 78 Betäubungsmitteldelikte festgestellt und entsprechend geahndet.
Ein besonderer Erfolg der Kontrollmaßnahmen war die Feststellung von 620 Personen, nach denen bundesweit gefahndet wurde. Darüber hinaus konnten die Beamten 48 offene Haftbefehle vollstrecken und damit zur öffentlichen Sicherheit beitragen.
Rechtliche Grundlagen und zeitlicher Rahmen der Maßnahmen
Die Kontrollen erfolgten zwischen Dezember 2025 und Februar 2026 aufgrund eines speziellen Mitführverbots für gefährliche Gegenstände. Dieses Verbot galt vom 31. Dezember 2025 bis zum 02. Februar 2026 jeweils täglich von 14 Uhr bis 4 Uhr des darauffolgenden Tages.
Die Maßnahmen konzentrierten sich auf den Potsdamer Hauptbahnhof sowie 15 Berliner Bahnhöfe: Zoologischer Garten, Friedrichstraße, Alexanderplatz, Gesundbrunnen, Spandau, Jungfernheide, Wedding, Ostbahnhof, Warschauer Straße, Ostkreuz, Lichtenberg, Neukölln, Hermannstraße, Südkreuz und den Hauptbahnhof. Ausdrücklich ausgeschlossen von den Kontrollen waren U-Bahnhöfe, um den Fokus auf die oberirdischen Verkehrsknotenpunkte zu legen.
Laut der Allgemeinverordnung gelten Gegenstände als gefährlich, wenn sie jederzeit als Waffe eingesetzt werden könnten. Dies trifft insbesondere auf Gegenstände zu, die leicht zugänglich in Jackentaschen oder anderen Behältnissen verstaut sind und somit schnell zur Hand genommen werden können.
Positive Bewertung und Sicherheitsgewinn
Die Bundespolizei bewertet den Einsatz insgesamt als erfolgreich. „Aus Sicht der Bundespolizei ist der Einsatz erfolgreich verlaufen und hat zu einem Sicherheitsgewinn im Berliner Bahnverkehr beigetragen“, teilte die Behörde mit. Die Kontrollmaßnahmen wirkten der zunehmenden Gewalt an Bahnhöfen deeskalierend entgegen und schufen ein spürbar sichereres Umfeld für die zahlreichen Fahrgäste.
In 166 Fällen verstießen Fahrgäste gegen das Waffengesetz oder die speziellen Waffen- und Messerverbotszonen im Berliner ÖPNV. Diese Verstöße wurden konsequent geahndet, um klare Signale gegen die Mitführung gefährlicher Gegenstände im öffentlichen Raum zu setzen.
Die umfangreichen Kontrollen demonstrieren das Engagement der Bundespolizei für die Sicherheit der Reisenden und zeigen, wie gezielte Maßnahmen zur Prävention von Gewalttaten im öffentlichen Nahverkehr beitragen können.



