Frostige Bedingungen und krimineller Vandalismus: Baustelle der Loitzer Badeanstalt getroffen
Trotz eisiger Temperaturen, die zeitweise bis zu minus acht Grad Celsius erreichen und durch schneidenden Ostwind noch deutlich kälter wirken, wird auf dem Gelände der Loitzer Badeanstalt unermüdlich gearbeitet. Die Sanierung der Spundwände schreitet unter schwierigen Bedingungen voran, doch ein krimineller Vorfall überschattet die Baufortschritte.
Flexible Umplanung trotz winterlicher Herausforderungen
Ursprünglich sollten die Arbeiten von der Wasserseite aus erfolgen, doch der ungewöhnlich strenge Winter zwang zu einer flexiblen Umplanung. Diana Hoth, die verantwortliche Planerin aus Jarmen, betonte die Anpassungsfähigkeit der Spezialfirma: „Die Firma reagierte äußerst flexibel auf die aktuellen Bedingungen. So wurde kurzerhand umgeplant und mit den Arbeiten von Landseite aus begonnen.“ Diese Entscheidung war entscheidend, da das Zeitfenster für die Sanierung der insgesamt etwa 40 Meter langen Spundwand begrenzt ist.
Neben den klimatischen Herausforderungen gelten strenge Auflagen des Naturschutzes. Sebastian Raus, Geschäftsführer der Loitzer Stadtwerke, erklärte: „Wir befinden uns hier auf einer Fläche mitten in der Natur. Es gibt Vorgaben, dass der Lärmpegel während der Brutzeit der Vögel gering gehalten werden muss.“ Daher sind die winterlichen Bauarbeiten besonders wertvoll, um lärmintensive Tätigkeiten vor der sensiblen Phase durchzuführen.
Einbruch mit vierstelligem Schaden
Während das Bau-Team den Elementen trotzt, wurde die Baustelle Opfer eines kriminellen Aktes. In der Nacht vom 2. zum 3. Februar drangen Unbekannte in einen Baucontainer ein, beschädigten diesen und entwendeten wertvolle Werkzeuge. Thomas Zeisler, stellvertretender Geschäftsführer der beauftragten Jarmener Firma, bestätigte: „Dadurch ist uns ein Schaden in Höhe einer größeren vierstelligen Summe entstanden.“ Die Polizei in Anklam nahm die Anzeige entgegen und bestätigte den Vorfall.
Neben dem Diebstahl beklagte Raus auch wiederholte Übergriffe auf die Baustellensicherung: „Leider wurde in den zurückliegenden Tagen kein Halt vor dem Bauzaun gemacht. Er wurde teilweise beiseite gerückt und Abgrenzungen wurden heruntergetreten.“ Als Reaktion darauf wurden zusätzliche Bauzaunfelder aufgestellt, um den unbefugten Zutritt zum Gelände zu verhindern.
Weiterer Bauverlauf und nächste Schritte
Nach Abschluss der Spundwandsanierung sollen im April die Arbeiten am Becken fortgesetzt werden, in deren Rahmen auch Leitungen erneuert werden. Allerdings muss dafür zunächst der anhaltende Frost aus dem Boden weichen. Raus gab zu bedenken: „So lange anhaltend eisige Temperaturen hatten wir ja schon lange nicht. Das sind schon spezielle Bedingungen, die derzeit herrschen.“
Die Loitzer Stadtwerke als Betreiber der Anlage zeigen sich trotz der Rückschläge optimistisch, dass das Projekt planmäßig voranschreitet. Die Zusammenarbeit mit der flexiblen Spezialfirma und das Engagement aller Beteiligten unter extremen Bedingungen werden besonders gewürdigt.



