Was für ein Nachmittag für Livan Burcu (21) und vor allem für einen ganz besonderen Fan auf der Tribüne! Bei seinem Traumtor zum 2:2 gegen Köln sorgte offenbar ein Mann, der zum ersten Mal im Stadion saß, für Glück. Zum ersten Mal war Burcus Opa live dabei und erlebte einen Moment, den die Familie wohl nie vergessen wird.
Ein Tor voller Emotionen
In der 58. Minute wurde Burcu eingewechselt, in der 89. Minute zog der Offensivmann mit 104 km/h ab, der Ball schlug zum 2:2 ins linke obere Eck ein! Nach 16 Spielen ohne Tor endlich die Erlösung für den 21-Jährigen, der nach seiner Sprunggelenksverletzung lange kämpfen musste. Auf der Tribüne jubelten Vater Murat, Bruder Miran und Onkel Taylan – und mittendrin: Opa Hüseyin, der zum ersten Mal ein Spiel seines Enkels live verfolgte.
Familie als Rückhalt
Der Torschütze berichtete selig: „Meine Familie kommt häufig zu den Spielen. Aber mein Opa war zum ersten Mal dabei. Er ist vielleicht der Glücksbringer gewesen.“ Für den Stürmer war es ein emotionaler Moment, weil er ihn mit seiner Familie teilen konnte. Vor allem die Nachricht seiner Mutter direkt nach der Partie ging ihm nahe. Sie schrieb: „Ich bin sehr stolz auf dich, mein Sohn.“ Burcu fügte hinzu: „Mein erstes Bundesliga-Tor und dann noch in so einer Situation, das war eine riesige Erleichterung. Die Saison war für mich nicht leicht, aber die Jungs haben mir immer den Rücken gestärkt.“ Umso wichtiger sei der Treffer auch für das Team gewesen: „Wir nehmen den Punkt mit, gerade in unserer Situation zählt jeder Zähler.“
Klassenerhalt unter Trainerin Eta
Dass der Punkt am Ende sogar noch mehr wert war, zeigte der Blick auf die Konkurrenz: Wolfsburg spielte 1:1 gegen Freiburg, St. Pauli verlor 1:2 gegen Mainz. Damit reichte Union der Punkt für den Klassenerhalt unter Trainerin Marie-Louise Eta (34). Für Burcu und seine Familie wird dieser Nachmittag damit doppelt unvergesslich. Und beim Auswärtsspiel in Mainz (So. 19.30 Uhr/live DAZN) wird der Familienblock wieder voll besetzt sein.



