Ein freizügiges Frauenporträt, das angeblich aus dem Haus des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein stammt, wurde auf der Auktionsplattform Ebay angeboten. Der Verkäufer verlangte dafür 25.000 US-Dollar, umgerechnet rund 21.300 Euro. Das Angebot mit dem Titel „Jeffrey Epsteins Schreibtischkunst“ sorgte für Aufsehen, wurde aber nach einer Anfrage der „New York Post“ von Ebay gelöscht.
Das Gemälde und seine Herkunft
Bei dem Werk handelt es sich um eine Reproduktion von Kees Van Dongens „Femme Fatale“ aus dem Jahr 1905. Es zeigt eine blauhäutige, müde wirkende Frau, die dem Betrachter eine Brust entblößt. Das Bild hing nach Angaben des Verkäufers über Epsteins Schreibtisch in dessen Stadthaus in Manhattan, bis dieser 2019 wegen sexuellen Missbrauchs und Menschenhandels verhaftet wurde.
Provokante Beschreibung
In der Anzeige hieß es provokant: „Sie wissen, warum Sie hier sind.“ Weiter wurde behauptet, dass Bundesermittler das Gemälde fotografiert hätten. Der Verkäufer betonte, dass das Original von Van Dongen 2004 bei Christie’s für 5,9 Millionen Dollar versteigert wurde, während es sich bei diesem Exemplar um eine Fälschung handele, die Epstein aufgehängt habe. Belege für die Echtheit des Bildes aus Epsteins Besitz wurden nicht vorgelegt.
Erwerb bei einer Auktion
Laut Inserat wurde das Gemälde bei einer Auktion in New Jersey erworben, bei der im vergangenen Jahr Besitztümer des Pädophilen verkauft wurden. Darunter befanden sich sein Schreibtisch und das Bücherregal, in dem Lotion für den Massageraum gelagert wurde. Die Auktion erbrachte insgesamt mindestens 85.000 Euro. Der Verkäufer zahlte für das Gemälde damals nur 234 Euro und hoffte nun auf einen satten Gewinn.
Verschwinden des Angebots
Der Verkäufer lockte potenzielle Käufer mit den Worten: „Machen Sie es zu Ihrem. Hängen Sie es über IHREN Schreibtisch. Mutige Entscheidung.“ Doch der große Reibach blieb aus. Kurz nachdem die „New York Post“ Ebay um eine Stellungnahme gebeten hatte, wurde das Angebot gelöscht. Ein Ebay-Sprecher erklärte: „Nach Überprüfung wurde festgestellt, dass das Angebot gegen die Richtlinien verstößt.“ Der Verkäufer ließ eine Anfrage des Blatts unbeantwortet.



