Fall Fabian: Ermittlungen nach Mord an Achtjährigem abgeschlossen - Anklage erhoben
Fall Fabian: Ermittlungen abgeschlossen - Anklage erhoben

Fall Fabian: Ermittlungen nach Mord an Achtjährigem abgeschlossen

Die Staatsanwaltschaft Rostock hat fünf Monate nach dem gewaltsamen Tod des achtjährigen Fabian ihre Ermittlungen abgeschlossen und Anklage erhoben. Der Fall, der bundesweit für Entsetzen sorgte, nimmt damit eine entscheidende Wendung.

Chronologie eines tragischen Verbrechens

Der achtjährige Fabian wurde im Oktober 2025 Opfer eines Gewaltverbrechens. Am 10. Oktober blieb der Junge wegen Unwohlseins zu Hause, während seine Mutter zur Arbeit ging. Als sie zurückkehrte, war ihr Sohn verschwunden. Gegen 20.30 Uhr meldete sie ihn als vermisst. Nach aktuellen Ermittlungsergebnissen wurde Fabian bereits an diesem Tag zwischen 11.00 und 15.00 Uhr getötet.

Vier Tage später, am 14. Oktober, wurde seine Leiche am Ufer eines Tümpels bei Klein Upahl, etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow, gefunden. Der Leichnam war angezündet worden, vermutlich um Spuren zu verwischen.

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Umfangreiche Ermittlungen und Festnahme

Die Polizei richtete eine erweiterte Mordkommission in Rostock ein. Nach der Ausstrahlung des Falls in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... Ungelöst“ gingen mehr als 30 Hinweise bei den Ermittlern ein. Am 6. November durchsuchte die Polizei mit rund 120 Kräften mehrere Objekte in Reimershagen und Rum Kogel.

Eine Frau wurde unter dringendem Mordverdacht verhaftet, ein orangefarbener Ford Ranger beschlagnahmt. Am folgenden Tag erließ ein Ermittlungsrichter Haftbefehl gegen die Beschuldigte, die in Untersuchungshaft kam und keine Angaben zur Sache machte.

Rechtliche Auseinandersetzungen und Ermittlungsfortschritt

Der Anwalt der Beschuldigten, Andreas Ohm, stellte einen Haftprüfungsantrag, da die Haftgründe seiner Ansicht nach nur auf Indizien beruhten. Das Amtsgericht Rostock bestätigte jedoch den Haftbefehl, und auch das Landgericht Rostock wies eine Beschwerde ab.

Die Ermittlungen gestalteten sich komplex: Hunderte Spuren mussten ausgewertet werden. Die Staatsanwaltschaft rechnete zunächst frühestens im März 2026 mit einem Abschluss.

Abschluss der Ermittlungen und Anklageerhebung

Am 9. März 2026 – genau fünf Monate nach Fabians Tod – schloss die Staatsanwaltschaft Rostock ihre Ermittlungen endgültig ab und erhob Anklage. Der Vorwurf gegen die beschuldigte Frau lautet auf heimtückischen Mord.

Nach dem Ergebnis der umfangreichen Ermittlungen bestehe der hinreichende Verdacht, dass die Angeschuldigte das ihr gut bekannte Kind aus dem Haus gelockt und an einem Teich mit mindestens sechs Messerstichen getötet habe. Die Ermittler hatten in den vergangenen Monaten zahlreiche Objekte durchsucht, Zeugen vernommen und forensische Untersuchungen durchgeführt.

Der tragische Fall hatte nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern, sondern bundesweit für Bestürzung gesorgt. Bei einem Trauergottesdienst in der Güstrower Kirche St. Marien nahmen Hunderte Menschen Abschied von dem getöteten Jungen.

Mit der nun erfolgten Anklageerhebung beginnt ein neues Kapitel in diesem traurigen Kriminalfall, der die Region nachhaltig erschüttert hat.

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