Der Fall Weimar gehört zu den rätselhaftesten Mordfällen in der deutschen Kriminalgeschichte. Zwei tote Mädchen, eine Mutter, die zunächst verurteilt, später freigesprochen und schließlich erneut schuldig gesprochen wurde – der letzte Schuldspruch gegen Monika Weimar im Jahr 1999 stützte sich auf Indizien. Bis heute bleiben Zweifel bestehen, ob die wahren Hintergründe jemals vollständig aufgeklärt werden konnten.
Neuer Wiederaufnahmeantrag bringt Bewegung in den Fall
Jetzt sorgt ein neuer Wiederaufnahmeantrag für Aufsehen, der den lange festgefahrenen Fall wieder in Bewegung bringt. Der Antrag lenkt den Blick auf einen Mann, der damals direkten Zugang zu den Kindern hatte und später wegen Kindesmissbrauchs verurteilt wurde: Es handelt sich um einen ehemaligen US‑Soldaten, der mit der Schwester von Monika Weimar verheiratet war und im selben Haus wie die Kinder lebte. BILD konnte den Mann in den USA ausfindig machen.
Der Verdächtige: Ein heute 64-Jähriger mit Vorstrafen
Der heute 64-Jährige soll zum Zeitpunkt der Tat in unmittelbarer Nähe der Mädchen gewesen sein. Seine Vorstrafen wegen Kindesmissbrauchs werfen ein neues Licht auf den Fall. BILD sprach mit dem Mann und befragte ihn zu den Vorwürfen. Zudem kamen frühere Opfer zu Wort, die über ihre Erfahrungen mit dem Verdächtigen berichteten.
Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die Frage, ob der Schwager tatsächlich in die Morde verwickelt war und ob Monika Weimar möglicherweise zu Unrecht verurteilt wurde. Der Wiederaufnahmeantrag könnte den Fall neu aufrollen und zu einer gerechten Lösung führen.



