Görlitzer Park: Polizeigewerkschaft warnt vor Konflikten nach nächtlicher Schließung
Görlitzer Park: GdP warnt vor Konflikten nach Schließung

Görlitzer Park: Polizeigewerkschaft warnt vor Konflikten nach nächtlicher Schließung

Die umstrittene nächtliche Schließung des Görlitzer Parks in Berlin-Kreuzberg ab Sonntag, dem 1. März, sorgt für erhebliche Besorgnis bei der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Die Gewerkschaft rechnet mit neuen Konflikten, die weder vom Ordnungsamt noch von einem privaten Wachdienst gelöst werden können. Sollte nicht ausreichend Personal bereitgestellt werden, müssten sich letztlich Polizeibeamte um Verstöße nach der Schließung um 22:00 Uhr kümmern, kritisiert die GdP scharf.

Proteste zum Start der Schließung angekündigt

Bereits am ersten Abend der geplanten Schließung drohen die ersten Auseinandersetzungen. Verschiedene Initiativen haben für Sonntagabend eine Demonstration mit Reden und einem Konzert sowie Proteste an den Parkeingängen angekündigt. Das Bündnis Görli 24/7 ruft dazu auf, gemeinsam und lautstark den Unmut über die Maßnahme zum Ausdruck zu bringen. In einem Aufruf heißt es: „Startzeichen Raketen. Als haltet euch bereit und achtet auf Feuerwerk.“ Diese Ankündigungen deuten auf mögliche Eskalationen hin, die die Sicherheitskräfte vor große Herausforderungen stellen könnten.

Uneinigkeit zwischen Senat und Bezirk

Die nächtliche Schließung des Parks ist politisch hoch umstritten. Das von den Grünen geführte Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg äußert sich deutlich ablehnend: „Das Bezirksamt hält diese Maßnahme weiterhin für falsche Symbolpolitik. Ein nächtliches Abschließen des Parks verlagert bestehende soziale Problemlagen lediglich in angrenzende Straßen und Kieze, anstatt diese nachhaltig zu lösen.“ Trotz dieser Kritik hat der Berliner Senat den Bau von Eingangstoren gegen den Willen des Bezirks durchgesetzt und plant, die Schließung ab Sonntagabend umzusetzen.

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Rolle des privaten Wachdienstes

Für die praktische Umsetzung der Schließung ist ein privater Wachdienst verantwortlich. Die zuständige Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU) erklärte am Donnerstag, dass dieser Dienst die Tore schließen und öffnen, nachts im Park patrouillieren und Personen zum Verlassen auffordern soll. Bei Bedarf soll der Wachdienst das Ordnungsamt oder die Polizei informieren. Die Polizei erhofft sich von der nächtlichen Schließung eine bessere Kontrolle des ausgeuferten Drogenhandels und eine Reduzierung anderer krimineller Aktivitäten im Park.

Insgesamt bleibt die Situation angespannt, da die Maßnahme auf breiten Widerstand stößt und die Kapazitäten der Sicherheitskräfte möglicherweise überfordert sein könnten. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Schließung wie geplant umgesetzt werden kann oder ob es zu unvorhergesehenen Zwischenfällen kommt.

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