Herrentag: 400 Einsätze, Trunkenheit und Randale in Neubrandenburg
Herrentag: 400 Einsätze, Trunkenheit und Randale

Christi Himmelfahrt, auch Herrentag genannt, war auch in diesem Jahr einer der einsatzreichsten Tage im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg. Wie bereits im Vorjahr verzeichnete die Polizei rund 400 Einsätze mit einer Vielzahl von Delikten in Städten wie Waren, Stralsund, Greifswald, Altentreptow, Neustrelitz und Bergen.

Alkohol und Drogen im Straßenverkehr

Zwischen Donnerstag, dem 14. Mai, 12 Uhr, und Freitag, dem 15. Mai, 3 Uhr, wurden allein 25 Einsätze im Zusammenhang mit Alkohol oder Drogen im Straßenverkehr gezählt. Besonders betroffen waren Fahrradfahrer, die unter dem Einfluss von Alkohol standen.

Betrunkene Radfahrer in Stralsund

In Stralsund stellten Beamte mehrere Trunkenheitsfahrten fest. Gegen 21.50 Uhr kontrollierten sie in der Seestraße einen 40-jährigen Radfahrer, der zuvor in eine verbale Auseinandersetzung mit Jugendlichen geraten war. Ein Atemalkoholtest ergab 2,27 Promille, weit über dem zulässigen Höchstwert von 1,6 Promille für Radfahrer. Gegen den Mann wurde ein Verfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet.

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Bereits gegen 19.40 Uhr versuchten Beamte in der Seestraße einen 25-jährigen Radfahrer zu kontrollieren. Er reagierte nicht auf das Anhaltesignal und versuchte mehrfach, den Streifenwagen zu rammen. Auf der Hafeninsel wurde er gestoppt. Der Mann beleidigte die Polizisten und versuchte, sich der Kontrolle zu entziehen. Eine Blutprobe wurde entnommen. Die Polizei ermittelt nun wegen Trunkenheit im Verkehr, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung.

Weitere Trunkenheitsfahrten

Gegen 14.50 Uhr kontrollierten Beamte in der Bergener Ruschwitzstraße einen 27-jährigen polizeibekannten Radfahrer. Ein Atemalkoholtest ergab 1,76 Promille. Auch gegen ihn wurde ein Verfahren eingeleitet.

Ein Unfall im Bereich der Polizeiinspektion Anklam zeigte, dass Trunkenheitsfahrten nicht folgenlos bleiben. Gegen 19.10 Uhr fuhr ein 50-Jähriger mit einem E-Trike in Katschow auf der Mühlenstraße in Richtung Labömitz. Er touchierte den Bordstein, verlor die Kontrolle und stürzte. Dabei wurde er schwer verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Ein Atemalkoholtest ergab 1,62 Promille.

Körperverletzungen und Streitigkeiten

Neben Verkehrsdelikten registrierte die Polizei auch mehrere Körperverletzungen. In Neustrelitz kam es gegen 22.20 Uhr bei einer privaten Herrentagsfeier in der Dr.-Schwentner-Straße zu Streitigkeiten. Ein zunächst unbeteiligter 42-Jähriger wurde mehrfach gestoßen und gegen einen Anhänger geschubst. Er erlitt leichte Verletzungen.

In der Stralsunder Wasserstraße kam es am Freitag, 15. Mai, gegen 1.55 Uhr in einer Bar zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen. Drei Männer im Alter von 27, 36 und 51 Jahren wurden leicht verletzt.

Volksverhetzung und verfassungsfeindliche Gesten

In Greifswald meldeten Zeugen am Mühlentor gegen 15.50 Uhr eine Kutsche mit sechs Männern, von denen zwei eine verfassungsfeindliche Geste gezeigt haben sollen. Die Polizei ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen. Gegen 23.15 Uhr rückten Beamte in die Bleichstraße aus, wo eine Gruppe neben einer Schule lautstark volksverhetzende Parolen skandierte. Neun Tatverdächtige im Alter von 15 und 16 Jahren wurden festgestellt. Sie erwarten eine Anzeige wegen Volksverhetzung.

Sachbeschädigungen

Mehrere Sachbeschädigungen wurden ebenfalls gemeldet. Gegen 16.40 Uhr tranken in Ueckermünde Jugendliche vor einem Geschäft in der Chausseestraße Alkohol und schoben anschließend gewaltsam einen Einkaufswagen gegen eine Seitentür, wodurch ein Schaden von 1.000 Euro entstand. Die Polizei leitete Ermittlungen ein.

Beinahe zeitgleich meldete das Polizeihauptrevier Greifswald eine Sachbeschädigung in der Ladebower Chaussee. Mehrere Jugendliche hatten Verkehrszeichen entfernt. Vor Ort stellten Beamte zwei beschädigte Andreaskreuze und ein aus der Verankerung gerissenes Verkehrszeichen fest. In der Nähe trafen sie zehn junge Männer im Alter von 21 bis 23 Jahren an.

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Gegen 19.45 Uhr ging eine weitere Meldung aus Waren ein. In der Isenbahnstraße warfen aus einer Gruppe von etwa 15 Jugendlichen Steine auf vorbeifahrende Autos. Die Polizei traf die Gruppe an. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden keine Fahrzeuge, aber Verkehrszeichen beschädigt. Ein 12-Jähriger hatte Steine geworfen und zuvor vermutlich ein Graffiti an eine Gebäudewand gesprüht.

Fast Wohnungsbrand durch Pizza

Nicht nur Straftaten beschäftigten die Polizei. Am 15. Mai gegen 1.10 Uhr meldete das Revier Malchin einen möglichen Wohnungsbrand in der Straße der Zukunft in Altentreptow. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein 38-Jähriger eine Pizza in den Ofen geschoben hatte und kurz darauf eingeschlafen war. Das Essen brannte an und verursachte starken Qualm, ein Brand entstand jedoch nicht. Der Mann wies 2,49 Promille auf. Alle bekannten Beteiligten waren deutsche Staatsangehörige.