Høiby schickte mutmaßlichem Opfer Blumen zum Valentinstag trotz Kontaktverbot
Høiby schickte Opfer Blumen trotz Kontaktverbot

Høiby schickte mutmaßlichem Opfer Blumen zum Valentinstag trotz Kontaktverbot

Im laufenden Gerichtsverfahren gegen Marius Borg Høiby, den Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, sind neue erschütternde Details aufgedeckt worden. Der 29-Jährige, der oft als „Bonusprinz“ bezeichnet wird, soll während der Ermittlungen gegen ihn Hunderte Male gegen ein Kontaktverbot zu seiner Ex-Freundin verstoßen haben. Dies berichtete die norwegische Zeitung „Verdens Gang“ aus dem Prozess, der bereits seit Anfang Februar andauert.

Gewalttätiger Vorfall als Auslöser der Ermittlungen

Auslöser der Ermittlungen war ein schwerwiegender Vorfall in der Wohnung der Frau Anfang August 2024. Dort wurde Høiby gewalttätig: Er würgte die junge Frau, schmetterte ein Messer in die Wand, riss einen Kronleuchter von der Decke und trampelte auf diesem herum. Trotz dieser brutalen Tat und wiederholter häuslicher Gewalt in der Beziehung, die auch von rasender Eifersucht und groben Beschimpfungen geprägt war, blieb der Kontakt zwischen beiden bestehen.

Die Frau brach den Kontakt zwar zeitweise ab, doch Høiby reagierte darauf mit einer Flut von Anrufen und Nachrichten. In einem Fall soll er sie 172 Mal angerufen und ihr geschrieben haben, was die anhaltende Bindung und die toxische Dynamik der Beziehung unterstreicht.

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Ex-Freundin bat um Aufhebung des Besuchsverbots

Im Dezember 2025 bat die Frau laut Bericht selbst die Polizei darum, das gegen Høiby verhängte Besuchsverbot aufzuheben. Dieser Bitte wurde jedoch nicht stattgegeben, was auf die ernsten Bedenken der Behörden hindeutet. In den Monaten vor Prozessbeginn verbrachten die beiden fast jeden Tag der Woche miteinander, wie Høiby vor Gericht angab. „Wir haben sehr viel zusammen unternommen und uns Dinge ausgedacht, um uns zu beruhigen“, sagte er und fügte hinzu, dass sie sich beide sehr vor dem Prozess gefürchtet hätten.

Valentinstags-Blumen während der Gerichtsverhandlung

Besonders pikant ist ein Vorfall, der sich während der laufenden Gerichtsverhandlung ereignete: Høiby schickte seiner Ex-Freundin zum Valentinstag über einen Freund Blumen und schrieb ihr einen Brief. Dies gestand er am Freitag vor Gericht, wobei ihm bei seiner Aussage mehrmals die Tränen kamen. Dieser Akt zeigt, wie tief die emotionale Verstrickung trotz der rechtlichen Konsequenzen und der Gewaltvorwürfe noch immer ist.

Mutmaßliches Opfer spricht über emotionale Abhängigkeit

Das mutmaßliche Opfer hatte in den vergangenen Tagen vor Gericht ausgesagt, dass sie emotional sehr abhängig von Høiby gewesen sei. Sie beschrieb, wie er sich unter Drogen- und Alkoholeinfluss wie der „Hulk“ benommen habe, wenn er wütend war. Durch sein Verhalten hätten sich ihre Grenzen des Aushaltbaren immer weiter verschoben, was ein klassisches Muster in Beziehungen mit häuslicher Gewalt darstellt.

Der Fall wirft ein grelles Licht auf die komplexen Dynamiken von Gewaltbeziehungen, selbst in prominenten Kreisen. Die norwegische Justiz muss nun über die schwerwiegenden Vorwürfe entscheiden, während die Öffentlichkeit gespannt auf das Urteil wartet.

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