Lotto-Jackpot von 10,8 Millionen Euro löst Gerichtsverfahren aus
In den Vereinigten Staaten von Amerika sorgt ein spektakulärer Fall um einen Lotto-Jackpot für Aufsehen. Ein Mitarbeiter der Tankstellenkette Circle K muss sich vor Gericht verantworten, weil er angeblich einen Gewinn im Wert von 10,8 Millionen Euro durch unlautere Mittel erlangt haben soll. Der Vorfall ereignete sich in Scottsdale, Arizona, und könnte den höchsten Jackpot des Bundesstaats seit sechs Jahren betreffen.
Der Ablauf des mutmaßlichen Betrugs
Am 24. November 2025 kaufte ein Kunde in einer Circle-K-Tankstelle insgesamt 85 Lotto-Spielscheine für das exklusive Jackpot-Spiel "The Pick" der Arizona Lottery. Jedes Los kostete einen US-Dollar. Als der Tankstellenmitarbeiter die Tickets zog, stellte der Kunde fest, dass sein Geld nicht ausreichte. Infolgedessen wurden nur 60 Lose übergeben, während 25 Spielscheine zurückgelegt wurden.
Am Abend desselben Tages erfolgte die Ziehung, bei der der viertgrößte Jackpot in der Geschichte der Lotterie mit einem Wert von 12,8 Millionen US-Dollar, umgerechnet etwa 10,8 Millionen Euro, geknackt wurde. Das gewinnende Los befand sich unter den zurückgelegten Tickets. Laut Berichten der Zeitung "The Independent" kaufte der Mitarbeiter diese Tickets am nächsten Tag von einem Kollegen für zehn Dollar und unterschrieb das Gewinnlos umgehend mit seinem eigenen Namen.
Rechtliche Konsequenzen und Gerichtsverfahren
Die Geschäftsführung von Circle K erfuhr durch Kollegen von dem Vorfall und erhebt nun eigenen Anspruch auf das Ticket. Das Unternehmen hat Klage gegen den Mitarbeiter und die Lotterie eingereicht, um Klarheit zu schaffen. Die Arizona Lottery hält die Gewinnsumme bis zur Entscheidung des Gerichts zurück. Die Deadline für die Auszahlung wäre der 23. Mai, andernfalls droht der Jackpot zu verfallen.
Der Prozess am Maricopa County Superior Court hat noch keinen festen Starttermin, und es ist unklar, ob eine Fristverlängerung möglich ist. Circle K beruft sich auf eine Verwaltungsvorschrift, nach der nicht verkaufte Lottoscheine dem Händler gehören, doch ein Gerichtsurteil könnte diese Regelung außer Kraft setzen. Die Lotterie bezeichnet den Fall als einzigartig im Bundesstaat Arizona.
Dieser Vorfall unterstreicht die rechtlichen Komplexitäten bei großen Lotteriegewinnen und wirft Fragen zur Integrität von Verkaufsprozessen auf. Die beteiligten Parteien warten nun auf eine gerichtliche Entscheidung, die über den Verbleib der Millionen entscheiden wird.



