Berliner Prozess: Angeklagter gesteht heimliches Filmen und Gewalt gegen getrennte Ehefrau
Prozess: Angeklagter gesteht heimliches Filmen und Gewalt

Berliner Prozess: Angeklagter gesteht heimliches Filmen und Gewalt gegen getrennte Ehefrau

Vor dem Berliner Landgericht hat ein 46-jähriger Mann ein Teilgeständnis in einem schwerwiegenden Fall von häuslicher Gewalt abgelegt. Der Angeklagte, der in Syrien geboren wurde, soll seine getrennt lebende Ehefrau über mehrere Wochen hinweg mit versteckten Kameras gefilmt und die vierfache Mutter bei persönlichen Treffen attackiert haben. Zudem wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor, seine damals 17-jährige Tochter entführt und eingesperrt zu haben, um sie als Druckmittel gegen seine Frau einzusetzen.

Anklagepunkte und Geständnis des Angeklagten

Die Anklage umfasst mehrere schwerwiegende Delikte, darunter Körperverletzung, Vergewaltigung, Geiselnahme sowie die Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen. Der 46-Jährige gestand zu Prozessbeginn, im August 2025 mehrere Handys in der Wohnung seiner Frau und der vier gemeinsamen Töchter in Berlin-Hohenschönhausen versteckt zu haben. Er habe die Aufnahmen live verfolgt, weil er einen anderen Mann in ihrem Leben vermutete. In einer Erklärung, die sein Verteidiger verlas, hieß es: „Ich hatte Angst, dass sie mich verlässt.“

Hintergründe der Tat und gewalttätige Eskalation

Der Angeklagte schilderte, dass sich seine Frau vor etwa zwei Jahren von ihm getrennt habe. Zu dieser Zeit sei seine Jobsituation prekär gewesen, und es habe viel Streit gegeben. Die Trennung habe ihm zunächst gutgetan, doch er sei davon ausgegangen, dass sie ihn zurücknehmen würde. Als sie ihn bei einem Treffen am 4. Oktober 2025 in ihrer Wohnung zurückwies, verlor er nach eigenen Angaben die Fassung.

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Er gestand, der Frau eine Ohrfeige versetzt zu haben, „wie von Sinnen das Schlafzimmer durchwühlt“ und dann ihr Mobiltelefon sowie die seiner Kinder an sich genommen zu haben. Seine damals 17-jährige Tochter habe er befragt und mit einem Gürtel bedroht, betonte aber: „Ich hätte ihr aber nie etwas angetan.“ Mit der Jugendlichen im Auto sei er schließlich zu der Wohnung eines Bekannten in Berlin-Mitte gefahren, um ein Treffen mit seiner Frau zu erlangen.

Drohungen und Festnahme

Laut Anklage soll der Mann damit gedroht haben, sich mit der zweitältesten Tochter ins Ausland abzusetzen, wenn seine Ehefrau sich nicht mit ihm treffe. Die Frau hatte jedoch bereits die Polizei eingeschaltet, was zur Festnahme des Mannes am frühen Morgen des 5. Oktober führte. Seitdem befindet er sich in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind bislang vier weitere Verhandlungstage bis zum 16. April terminiert, in denen die Details der Vorwürfe weiter aufgeklärt werden sollen.

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