Lychener Feuerwehr feiert 120-jähriges Bestehen mit Doppeljubiläum
Lychener Feuerwehr feiert 120-jähriges Bestehen

In Lychen steht der 1. Mai ganz im Zeichen der Feuerwehr. Traditionell laden die Feuerwehrleute der Stadt zum Tag der offenen Tür an ihr Gerätehaus ein. Die Einwohner der Stadt und viele Gäste wissen dieses Ereignis zu schätzen und lassen es sich nicht entgehen. Kein Wunder, dass es sich zu einem Volksfest entwickelt hat.

Erinnerung an Gründerzeit

Das wird in diesem Jahr nicht anders sein. Vor allem auch deshalb, weil der Tag der offenen Tür gleich im Zeichen zweier Jubiläen steht. Vor 120 Jahren haben engagierte Bürger der Stadt um den damaligen Bürgermeister Martin Bachhuber die Freiwillige Feuerwehr Lychen gegründet. „Den Jahrestag wollen wir natürlich mit den Lychenern und vielen Gästen feiern“, sagt Wehrführer Michael Zander.

Noch nicht ganz so alt ist der Feuerwehrverband des Landkreises Uckermark. Aber seit immerhin 30 Jahren vertritt der Verband die Interessen der Feuerwehrleute gegenüber den Trägern des Brandschutzes in den Kommunen sowie im Landkreis. „Wir haben schon einmal vor zehn Jahren unsere Jubiläen gemeinsam gefeiert. Das wollen wir in diesem Jahr wieder tun“, so der Wehrführer. Der Verband komme übrigens nicht mit leeren Händen. Er bringt Helfer des DRK-Ortsverbandes Melzow mit, die am 1. Mai Gastgeber und Gäste mit warmem Essen aus der Feldküche versorgen.

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Verwöhnprogramm für Jubilare

Dem Anlass angemessen erstreckt sich das Feuerwehrfest in diesem Jahr über zwei Tage. Das hat seinen guten Grund. Statt sich selbst feiern zu lassen, richten die Feuerwehrleute am 1. Mai so wie immer ein Fest für die Lychener und ihre Gäste aus. „Damit sie ihr Jubiläum auch genießen können, veranstalten wir für sie am 2. Mai eine Blaulichtparty“, informiert Jan Genschow. Er ist Vorsitzender des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Lychen e.V., der im vergangenen Jahr gegründet wurde. So wie es sich die Mitglieder auf die Fahne geschrieben haben, wollen sie ihre Feuerwehrleute unterstützen. Am 2. Mai sind sie die Gäste und werden von Mitgliedern des Vereins umsorgt. Zur Blaulichtparty, die um 17 Uhr am Gerätehaus beginnt, sind übrigens alle Bürger der Stadt, die ihren Feuerwehrleuten Respekt für ihre wichtige ehrenamtliche Arbeit zeigen wollen, eingeladen, ergänzt Jan Genschow.

Doch zunächst beginnt der 1. Mai so wie jedes Jahr mit einem Festumzug, der um 9.30 Uhr am Markt beginnt und zum Gerätehaus in der Beenzer Chaussee führt. „Mit dem Unterschied, dass er in diesem Jahr etwas länger werden wird“, so Michael Zander. Denn es haben sich zahlreiche Gratulanten angesagt. Neben Uckermark-Landrätin Karina Dörk (CDU) sind es vor allem Feuerwehren aus den Nachbarregionen: Fürstenberg, Himmelpfort, Feldberg, Triebkendorf, Templin, Milmersdorf. Musikalisch angeführt wird der Festumzug von den Lychener Tormusikanten, die später auf dem Festplatz auch noch ein Konzert geben.

Alles, was blaue Lichter hat

Auf dem Festplatz vor dem Gerätehaus setzen die Organisatoren auf Bewährtes. Dazu gehört die Technikschau, bei der sich neugierige Gäste nicht nur über die Fahrzeuge der Lychener Wehr, sondern auch über Einsatzfahrzeuge der Gastwehren, der Polizei und des Rettungsdienstes informieren können. Wer will, kann sich bei Rundfahrten mit Einsatzfahrzeugen selbst einmal wie ein Feuerwehrmann oder eine Feuerwehrfrau fühlen.

Zur Tradition beim Tag der offenen Tür gehört auch, dass Vereine und Einrichtungen das Fest unterstützen. So werden Erzieherinnen der DRK-Kita Kindern ihre Gesichter mit fantasievollen Motiven schminken. Passend dazu gibt es Glitzertattoos von den „Inselentdeckern“. Schüler und Lehrer der Grundschule haben ein kleines Bühnenprogramm einstudiert. Mitglieder vom Flößerverein basteln mit Gästen kleine Holzflöße.

Wer ist treffsicher?

„Am Vereinshaus der Lychener Schützengilde 1822 e.V. können kleine und große Gäste sich beim Bogenschießen ausprobieren oder sich am Wettbewerb um den Feuerwehr-Pokal im Luftgewehrschießen beteiligen“, zählt Michael Zander auf. Nicht zuletzt werde auch der Modellbahnklub, der im Gebäude des Gerätehauses sein Domizil im oberen Stockwerk hat, seine Ausstellung für Besucher öffnen.

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Kein Jubiläum ohne Geschenke: Für die sorgt zum Festtag am 1. Mai der Förderverein. Damit es für die 47 aktiven Kameraden, zehn Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung sowie 20 Jugendfeuerwehrleute eine echte Überraschung wird, will der Vereinsvorsitzende Jan Genschow allerdings noch nichts verraten.