Mafia-Vorwürfe gegen Serbiens Präsident: Menschen durch Fleischwolf gedreht
Mafia-Vorwürfe gegen Serbiens Präsident Vučić

Menschen durch Fleischwolf gedreht: Mafia-Vorwürfe erschüttern Serbiens Präsidenten

Ein schockierendes Dossier der New York Times wirft schwere Vorwürfe gegen Serbiens Präsidenten Aleksandar Vučić (56) auf. Die Enthüllungen beschreiben brutale Morde, zerstückelte Leichen und ein sogenanntes „Haus des Schreckens“ am Stadtrand von Belgrad, die das Land in eine tiefe politische Krise stürzen könnten.

Brutale Verbrechen einer kriminellen Bande

Im Zentrum der Vorwürfe steht die berüchtigte Bande um Veljko Belivuk, einen ehemaligen Fußball-Hooligan, der als Kopf eines gewalttätigen Netzwerks gilt. Ermittlern zufolge soll die Gruppe:

  • Opfer gezielt in Fallen gelockt haben
  • sie gefoltert und brutal getötet haben
  • Leichen zerstückelt und durch industrielle Fleischwölfe gedreht haben

Die Überreste wurden laut Berichten anschließend in der Donau entsorgt. Besonders perfide: Die Täter dokumentierten ihre Verbrechen offenbar selbst und verschickten Fotos an Kontakte der Opfer, teilweise mit zynischen Kommentaren versehen.

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Direkte Verbindung zum Präsidenten behauptet

Die Brisanz des Falls erreicht eine neue Dimension, da Belivuk vor Gericht behauptet, seine Bande sei „für die Bedürfnisse und auf Anordnung von Präsident Aleksandar Vučić“ organisiert worden. Laut dem NYT-Dossier übernahm die Gruppe Aufgaben, die weit über klassische Kriminalität hinausgehen:

  1. Einschüchterung politischer Gegner der Regierung
  2. Kontrolle über gewaltbereite Fußballfans im Land
  3. Unterdrückung regierungskritischer Parolen in Stadien

In Serbien gelten Fußballarenen als wichtige Orte politischer Machtausübung, was die strategische Bedeutung dieser Kontrolle unterstreicht.

Geflecht zwischen Politik und Unterwelt

Präsident Vučić weist laut der New York Times alle Vorwürfe entschieden zurück und spricht von einer gezielten Kampagne gegen seine Person. Doch die Veröffentlichung von Fotos, die Mitglieder der Belivuk-Bande im Umfeld einflussreicher Personen zeigen – darunter auch der Sohn des Präsidenten – nährt Zweifel an diesen Dementis.

Kritiker sehen darin deutliche Hinweise auf ein engmaschiges Geflecht zwischen politischer Führung und organisierter Kriminalität. Auch die Rolle der Sicherheitsbehörden steht im Fokus, da Hinweise darauf deuten, dass Teile von Polizei und Geheimdiensten zumindest zeitweise Kontakte zur Gruppe unterhielten oder von ihren Aktivitäten wussten.

Internationale Besorgnis wächst

Der Fall Belivuk trifft Serbien in einer sensiblen Phase. Das Land bemüht sich seit Jahren um einen Beitritt zur Europäischen Union, während gleichzeitig Berichte über zunehmende Machtkonzentration und demokratische Rückschritte mehren. Die Enthüllungen der New York Times werfen fundamentale Fragen auf:

  • Wie tief reichen die Verbindungen zwischen politischer Macht und organisierter Kriminalität in Serbien?
  • Kann eine solche brutale Bande jahrelang operieren, ohne dass höchste Regierungskreise informiert waren?
  • Welche Auswirkungen haben diese Vorwürfe auf Serbiens EU-Beitrittsbemühungen?

In Belgrad kursiert hinter vorgehaltener Hand die Überzeugung, dass eine Organisation wie die Belivuk-Bande unmöglich ohne Wissen oder gar Unterstützung „ganz oben“ hätte agieren können. Der laufende Prozess gegen Belivuk und seine Mittäter entwickelt sich damit zu einem Prüfstein für Serbiens Rechtsstaatlichkeit und die Unabhängigkeit seiner Institutionen.

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