Mann greift Bundespolizei an Donnersbergerbrücke an
Mann greift Bundespolizei an Donnersbergerbrücke an

Am Bahnhof Donnersbergerbrücke in München sorgte ein 23-jähriger Mann am Freitagabend für einen Großeinsatz der Bundespolizei. Der offenbar stark alkoholisierte Ukrainer hatte zunächst einen Koffer am Treppenabgang abgestellt, sich dann in den Gleisbereich begeben und auf den letzten Waggon einer einfahrenden S-Bahn eingeschlagen. Ein herrenloser Koffer löste gegen 19:15 Uhr den Alarm aus. Die Videokameras zeigten, dass der Mann das Gepäckstück zuvor abgestellt hatte. Der Zug musste keine Schnellbremsung einleiten, und die Überprüfung des Koffers durch einen Diensthundeführer ergab keine Gefahr.

Mit Steinen auf Beamte zugegangen

Die Einsatzkräfte entdeckten den 23-Jährigen wenig später im Gleisbereich, wo er Schottersteine in den Händen hielt. Als die Beamten ihn aufforderten, die Steine fallen zu lassen, kam er erst nach, nachdem sie den Einsatz von Reizstoffsprühgerät androhten. Der Mann weigerte sich jedoch, den Gleisbereich zu verlassen und leistete bei der Festnahme Widerstand. „Der 23-Jährige musste daraufhin zu Boden gebracht und gefesselt werden“, berichtete die Bundespolizei. Dabei verletzte sich ein Beamter leicht. Während der gesamten Aktion beleidigte der Mann die Einsatzkräfte fortwährend und versuchte, einem Beamten einen Kopfstoß zu versetzen.

Alkoholtest ergab 1,36 Promille

Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,36 Promille. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I wurde der 23-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Bundespolizei leitete jedoch ein Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen ihn ein. Der Mann muss sich nun wegen tätlichen Angriffs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Störung öffentlicher Betriebe und unerlaubten Betretens einer Bahnanlage verantworten. Der Vorfall ereignete sich am 1. Mai 2026 am Bahnhof Donnersbergerbrücke im Stadtteil Neuhausen-Nymphenburg.

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