Schockfund vor WM: Massengräber mit Leichenteilen nahe mexikanischem WM-Stadion entdeckt
Massengräber nahe WM-Arena in Mexiko entdeckt

Schockierender Fund kurz vor Fußball-Weltmeisterschaft

In unmittelbarer Nähe zu einer Arena der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft 2026 sind offenbar mehrere Massengräber entdeckt worden. Wie die spanische Tageszeitung »El País« berichtet, hat das Suchkollektiv »Guerreros Buscadores de Jalisco« in der mexikanischen Stadt Guadalajara einen grausigen Fund gemacht. Die Freiwilligen fanden mindestens ein Dutzend Massengräber rund um das Akron-Stadion im Bundesstaat Jalisco.

Hunderte Plastiksäcke mit menschlichen Überresten

Allein in vier der entdeckten Gräber sollen sich etwa 500 Plastiksäcke mit Leichenteilen befinden. Die Fundstelle liegt weniger als 20 Kilometer von der WM-Arena in Zapopan am Rande Guadalajaras entfernt. Das Suchkollektiv besteht aus Angehörigen der mehr als 100.000 Menschen, die in Mexiko als verschwunden gelten und vermutlich Opfer der brutalen Drogengewalt wurden.

Bereits im Februar hatten Bauarbeiter auf Brachflächen etwa 15 Kilometer nördlich der WM-Arena Plastiktüten mit menschlichen Überresten entdeckt. Zwischen November 2024 und Januar 2025 wurden im Stadtteil Lomas del Refugio in Zapopan mindestens 100 weitere Plastiksäcke mit Leichenteilen lokalisiert, ebenfalls weniger als 20 Kilometer vom WM-Stadion entfernt.

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Eskalation der Gewalt nach Tod von Drogenboss

Die Entdeckung der Massengräber erfolgt in einer angespannten Sicherheitslage. Erst vor wenigen Tagen kam es in der Region zu einem massiven Gewaltausbruch nach dem Tod von Nemesio Oseguera Cervantes, bekannt als »El Mencho«. Der mächtige Drogenboss kontrollierte das berüchtigte »Cartel Jalisco Nueva Generación« (CJNG) in Guadalajara.

Nach seinem Tod eskalierte die Situation: Autos und Geschäfte brannten, Flüge wurden gestrichen und das deutsche Auswärtige Amt warnte vor Straßensperren. Bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen sollen mindestens 73 Menschen ums Leben gekommen sein. Viele Beobachter fragen sich nun, ob eine neue Welle der Gewalt droht – nur wenige Monate vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft.

WM-Veranstaltungen in unmittelbarer Nähe

Die zeitliche und räumliche Nähe zu WM-Veranstaltungen macht den Fund besonders brisant. Guadalajara ist einer von drei mexikanischen Austragungsorten der WM 2026, wo vier Vorrundenspiele angesetzt sind. Die Nationalteams aus Südkorea und Kolumbien planen dort ihr Trainingscamp.

Am vergangenen Wochenende war bereits die offizielle FIFA-Trophy-Tour in Guadalajara zu Gast, die auf 38 Stationen in Mexiko, Kanada und den USA für das Megaevent wirbt. Die Entdeckung der Massengräber wirft nun ernste Fragen zur Sicherheit während der Weltmeisterschaft auf.

Offizielle Beruhigungsversuche

Trotz der alarmierenden Funde verbreiten offizielle Stellen Optimismus. FIFA-Präsident Gianni Infantino erklärte gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP: »Alles läuft sehr gut, alles wird fantastisch sein.« Auch Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum betonte, die Lage sei unter Kontrolle.

»Alle Behörden der Republik haben sich koordiniert, alle Kräfte der Bundesregierung, Sicherheitskräfte und Staatsanwaltschaft stehen für jede Situation bereit«, sagte Sheinbaum. Sie versicherte, dass für die WM-Fans »keinerlei Risiko« bestehen würde und betonte: »Das Wichtigste ist, dass wir wieder Frieden und Ruhe herstellen.«

Für Präsidentin Sheinbaum stellt der Schlag gegen »El Mencho« zwar einen Triumph dar. Experten weisen jedoch darauf hin, dass dieser Erfolg nur von Dauer sein wird, wenn der Kampf gegen die Mafia-Strukturen auch innerhalb der eigenen Reihen gewonnen wird. Die Entdeckung der Massengräber kurz vor dem WM-Start zeigt, wie tief die Probleme der Drogengewalt in der Region verwurzelt sind.

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