Mysteriöse Messerattacke am Münchner Stachus: 18-Jähriger schwer verletzt
Ein blutüberströmter 18-Jähriger suchte am Dienstagabend im McDonald's am Karlstor am Münchner Stachus verzweifelt Hilfe. Der junge Mann wies mehrere Stich- und Schnittwunden am Oberkörper auf, nachdem er unter mysteriösen Umständen angegriffen worden war. Die Polizei löste umgehend einen Großeinsatz aus, der mit 20 Streifenwagen und zahlreichen Beamten vor Ort eskaliert ist.
Aggressive Stimmung im Fast-Food-Restaurant
Als die ersten Polizeikräfte im McDonald's eintrafen, herrschte unter den Gästen eine aggressive Atmosphäre, die zur sofortigen Verstärkung des Einsatzes führte. Polizeisprecher Ralf Kästle bestätigte am Mittwoch: "Der 18-Jährige hat stark geblutet." Ein Notarzt kümmerte sich um den Verletzten, der mit nicht lebensbedrohlichen, aber dennoch schweren Wunden ins Krankenhaus gebracht wurde. Die Verletzungen wurden als Stich- und Schnittwunden beschrieben, die allerdings nicht besonders tief waren. Der Patient wurde ambulant versorgt und konnte anschließend entlassen werden.
Rätselhafte Umstände der Tat
Die Hintergründe der Attacke geben den Ermittlern vom Kommissariat 23 erhebliche Rätsel auf. Das Opfer konnte bisher weder den genauen Tatort benennen noch Details zum Tathergang schildern. Die Polizei vermutet, dass der Angriff irgendwo im Bereich des Stachus stattgefunden hat, jedoch nicht direkt am Brunnen, der seit Sommer 2025 durch einen Videoturm der Polizei überwacht wird. Mögliche Tatorte sind:
- Das Stachus-Untergeschoss
- Der nahe gelegene Alte Botanische Garten
- Die Grünanlage an der Herzog-Wilhelm-Straße
Bei der Tatwaffe könnte es sich laut Polizeiangaben um ein Messer oder ein ähnliches Werkzeug handeln, das jedoch bisher nicht gefunden wurde. Die Kripo wertet intensiv die Aufnahmen von Überwachungskameras in den genannten Bereichen aus, um den Tathergang zu rekonstruieren.
Ermittlungen und Zeugensuche
Der 18-Jährige stammt aus dem Jemen und wohnt in einer Unterkunft im Landkreis Fürstenfeldbruck. Polizeilich ist er bisher lediglich wegen eines Verstoßes gegen das Aufenthaltsrecht aufgefallen. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf gefährliche Körperverletzung, während die Beamten hoffen, dass weitere Befragungen des Opfers Licht in den undurchsichtigen Fall bringen.
Die Polizei sucht dringend nach Zeugen, die im angegebenen Zeitraum im Bereich Stachus, Sonnenstraße, Schützenstraße und Bayerstraße sachdienliche Hinweise geben können. Personen mit relevanten Informationen werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 23, unter der Telefonnummer 089 2910-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.



