Mordprozess in Hessen enthüllt grausame Tat: Rentner von eigenem Mieter erstickt
In einem schockierenden Mordprozess am Landgericht Darmstadt werden die grausamen Umstände der Tötung des 81-jährigen Rentners Michael P. aus Biblis aufgeklärt. Der ehemalige Florist, der seinen Lebensabend in Ruhe verbringen wollte, wurde am 9. Februar 2025 in seinem eigenen Haus von seinem Mieter Demirali Z. (35) und zwei Komplizen überfallen und brutal getötet.
Mieter mit tödlichen Absichten
Michael P. hatte, da er allein in seinem großen Haus lebte, Zimmer an Saisonarbeiter vermietet. Unter diesen Mietern befanden sich der aus Mazedonien stammende Demirali Z. und zwei Landsleute, die angeblich nach Deutschland gekommen waren, um Arbeit zu finden. Laut Anklage der Staatsanwaltschaft wussten die drei, dass der Rentner Bargeld in seinem Haus aufbewahrte, und planten den Überfall aus reiner Habgier.
Am Tatag verschafften sich Demirali Z. und ein Komplize gewaltsam Zutritt zur Wohnung des 81-Jährigen. Sie fesselten und knebelten Michael P. unter Anwendung massiver Gewalt, durchsuchten die Wohnung und stahlen 26.000 Euro in bar, eine EC-Karte sowie eine Goldkette. Anschließend flohen sie mit dem Auto in Richtung ihrer Heimat.
Stundenlanger Todeskampf und tragischer Fund
Die Tochter des Opfers, Angelika, fand ihren Vater mittags gefesselt und geknebelt in seinem Haus vor. Michael P. war zu diesem Zeitpunkt bereits nach einem stundenlangen Todeskampf verstorben. Laut gerichtsmedizinischen Erkenntnissen konnte der Rentner durch die Knebel nicht genug Luft bekommen und erstickte qualvoll.
Angeklagter schiebt Verantwortung auf Komplizen
Im Prozess vor der 11. Großen Strafkammer am Landgericht Darmstadt schüttelt Demirali Z. wiederholt den Kopf, während die Anklage verlesen wird. Über seinen Anwalt lässt er erklären, dass er unschuldig sei und die Tat von seinen beiden Komplizen, Z. und S., begangen worden sei. Er behauptet, die beiden hätten ihn nach Deutschland mitgenommen, um drei Monate lang Geld zu verdienen, doch aus der Arbeit sei nichts geworden.
Am Tattag hätten S. und Z. die bereits gezahlte Miete zurückverlangt und den Rentner ins Wohnzimmer gedrängt. Sie sollen Demirali Z. aufgefordert haben, beim Fesseln des Opfers zu helfen. „Das habe ich leider getan“, lässt der Angeklagte verlesen, betont aber: „Ich wollte nicht, dass der Mann stirbt, und bin aus dem Zimmer gerannt.“ Von der gestohlenen Beute will er nichts erhalten haben.
Schon früher Opfer eines Überfalls
Die tragische Tat erinnert an einen früheren Überfall, den Michael P. und seine Frau bereits im Jahr 2016 erlebt hatten. Damals drangen zwei unbekannte, unmaskierte Männer in die Wohnung des Paares ein und forderten 30.000 Euro. Michael P. konnte nicht sofort zahlen, bot aber an, das Geld am nächsten Tag von der Bank abzuheben. Die Räuber ließen sich auf diesen vermeintlichen Deal ein, doch stattdessen rief die Ehefrau die Polizei. Dieser Fall ist bis heute nicht aufgeklärt.
Der Mordprozess in Darmstadt wird fortgesetzt, während die Angehörigen des Opfers um Gerechtigkeit für den grausamen Tod des Rentners kämpfen. Die Ermittlungen und Zeugenaussagen sollen nun klären, inwieweit Demirali Z. an der Tat beteiligt war und welche Rolle seine Komplizen spielten.



