Polizei warnt vor Kettentrick: Schmuckdiebstahl an Seniorinnen in Merseburg und Umgebung
Polizei warnt vor Kettentrick: Schmuckdiebstahl an Seniorinnen

Polizei warnt vor Kettentrick: Schmuckdiebstahl an Seniorinnen in Merseburg und Umgebung

In der Region um Merseburg, Lützen und Weißenfels sind in den vergangenen Tagen mehrere Fälle von Schmuckdiebstahl an Seniorinnen aufgetreten. Die Täter nutzen dabei eine als „Kettentrick“ bekannte Masche, bei der sie den Opfern wertvollen Schmuck direkt vom Körper stehlen. Die Polizei im Saale- und Burgenlandkreis hat nun eine öffentliche Warnung herausgegeben und gibt konkrete Tipps zur Prävention.

Emotionaler Verlust für betroffene Seniorin

Eine der betroffenen Frauen, Marlies Meier (Name geändert) aus Merseburg-Süd, schildert den emotionalen Verlust, den sie durch den Diebstahl erlitten hat. „Mir geht es nicht um das Geld, sondern um das Ideelle, psychisch belastet es mich“, erklärt die Mitsiebzigerin. Ihr Ehering, der sie mit ihrem vor einigen Jahren verstorbenen Mann verband, wurde ihr von einer Betrügerin direkt von der Hand gestohlen. Den Diebstahl bemerkte sie erst Minuten später. „Die Täterin muss sehr geschickt gewesen sein“, sagt Meier, die in jedem Raum ihrer Wohnung ein Foto ihres Mannes stehen hat.

Ähnliche Masche in mehreren Fällen

Die Polizei berichtet, dass die Masche in den verschiedenen Fällen sehr ähnlich abgelaufen ist. Die Täter nähern sich den Seniorinnen unter einem Vorwand, lenken sie ab und stehlen dann unauffällig Schmuckstücke wie Ringe oder Ketten. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um organisierte Kriminalität handelt, die gezielt ältere Menschen als Opfer auswählt.

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Präventionstipps der Polizei

Um sich vor solchen Taten zu schützen, gibt die Polizei folgende Ratschläge:

  • Seien Sie besonders wachsam, wenn sich Fremde ungewöhnlich nähern oder Gespräche suchen.
  • Tragen Sie wertvollen Schmuck möglichst unauffällig oder lassen Sie ihn in sicheren Aufbewahrungsorten.
  • Vermeiden Sie es, in der Öffentlichkeit über wertvolle Besitztümer zu sprechen.
  • Melden Sie verdächtige Personen oder Vorfälle umgehend der Polizei unter der Notrufnummer 110.

Die Ermittlungen zu den aktuellen Fällen laufen, und die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung. Betroffene oder Zeugen werden gebeten, sich bei den örtlichen Polizeidienststellen zu melden.

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