Schüsse in Kiew: Chef der Patrouillenpolizei reicht Rücktritt nach Polizeiflucht ein
Polizeichef tritt nach Schüssen in Kiew zurück

Schüsse in Kiew: Polizeichef tritt nach Flucht von Beamten zurück

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat der Chef der Patrouillenpolizei, Jewhenij Schukow, seinen Rücktritt eingereicht. Dies folgt auf einen schwerwiegenden Vorfall, bei dem zwei Polizisten während einer Schießerei unbewaffnete Zivilisten im Stich ließen und davonliefen. Der Polizeigeneral bezeichnete das Verhalten der Beamten als "unprofessionell und unwürdig" und nannte es einen "sehr beschämenden Vorfall".

Tödliche Schießerei mit sechs Toten

Tags zuvor hatte ein 58-jähriger Mann in Kiew sechs Menschen erschossen und mehr als ein Dutzend verletzt. Die Behörden stufen die Tat als Terroranschlag ein, obwohl das Motiv des Täters bisher ungeklärt bleibt. Die Tatwaffe besaß er legal. Eine Antiterroreinheit konnte den Täter schließlich erschießen.

Polizeiflucht löst Ermittlungen aus

Die beiden herbeigerufenen Streifenpolizisten reagierten nicht wie erwartet: Statt zu helfen, ließen sie die Zivilisten im Stich und flohen. Gegen sie wird nun dienstlich ermittelt. Schukow, ein kampferfahrener Offizier, übernahm die Verantwortung für das Fehlverhalten seiner Untergebenen und erklärte bei einer Pressekonferenz: "Als kampferfahrener Offizier habe ich beschlossen, meinen Rücktritt von meinem derzeitigen Amt einzureichen. Ich halte das für richtig."

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Der Vorfall wirft ernste Fragen zur Professionalität und Einsatzbereitschaft der Polizei in Krisensituationen auf. Die ukrainischen Behörden betonen jedoch, dass es sich um einen Einzelfall handelt und die Mehrheit der Polizisten ihren Pflichten nachkommt. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Schießerei und der Polizeiflucht laufen weiter.

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