Polizei-Großeinsatz in Warbende: Festnahme nach Luftgewehr-Schüssen – zwei Beamte verletzt
Ein 42-jähriger deutscher Mann hat Dienstagnachmittag gegen 16.25 Uhr einen mehrstündigen Polizeieinsatz in Warbende bei Möllenbeck ausgelöst. Sofort rückten mehrere Streifenwagen an, nachdem der Mann mutmaßlich mit einem Luftgewehr auf ein Fenster eines Hauses sowie auf ein Auto geschossen haben soll, wie die Polizei mitteilte.
Tatverdächtiger leistete Widerstand – zwei Polizisten leicht verletzt
Vor Ort wurde die Lage zunächst geprüft. Weder der Beschuldigte noch eine Waffe konnten am Tatort oder in der Nähe gefunden werden. Mit Unterstützung aus mehreren weiteren Revieren wurde bis in die Abendstunden nach dem Mann gesucht, so die Polizei. Gegen 19.30 Uhr erhielten die Beamten durch einen Zeugen einen Hinweis auf den Aufenthaltsort des Mannes. Kurz danach konnte er in Warbende festgenommen werden.
Beim Versuch, den Mann in den Streifenwagen zu bringen, leistete er erheblichen Widerstand. Dabei wurden zwei Polizeibeamte leicht verletzt. Sie blieben jedoch zunächst weiter dienstfähig, erklärte Claudia Berndt von der Polizeiinspektion Neubrandenburg.
Atemalkoholtest ergab 1,96 Promille – Mann wieder auf freiem Fuß
Der Tatverdächtige soll sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben, war aber nach Einschätzung eines Arztes tauglich, ins Gewahrsam im Revier zu kommen. Kurz nach der Festnahme hat der 42-Jährige bei einem Atemalkoholtest einen Wert von 1,96 Promille aufgewiesen, so Berndt.
Was genau am Dienstagnachmittag im Ort passiert ist und somit den Polizeieinsatz ausgelöst hat, sowie Fragen zum möglichen Motiv des Beschuldigten müssen die weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei klären. Der Mann wurde nach den Maßnahmen am Mittwochmorgen aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Nach der mutmaßlichen Tatwaffe, einem Luftgewehr, wird weiterhin gesucht.
Die Kriminalpolizei ermittelt weiter zu den genauen Umständen des Vorfalls. Unklar bleibt bislang, was den Polizei-Großeinsatz in Warbende genau ausgelöst hat. Die Suche nach der Tatwaffe gestaltet sich schwierig, da bisher jede Spur fehlt. Die örtliche Bevölkerung wurde durch den Einsatz stark verunsichert, wie Augenzeugen berichten.



