Ein möglicher Sprengstofffund hat am Donnerstag in Potsdam zu einer großflächigen Evakuierung eines Teils der Innenstadt geführt. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, wurde im Westen der Stadt ein Sperrkreis mit einem Radius von 300 Metern eingerichtet. Auslöser war ein verdächtiger Gegenstand, der von Anwohnern in einem Keller eines Mehrfamilienhauses gemeldet worden war.
Experten untersuchen den Fund
Die Polizei entsandte mehrere Fachleute in das betroffene Gebäude, um den Gegenstand zu begutachten und eine mögliche Gefährdung einzuschätzen. „Aktuell ist noch völlig unklar, ob von dem Gegenstand tatsächlich eine Gefahr ausgeht“, erklärte der Polizeisprecher. Weitere Details zu dem Vorfall konnten zunächst nicht genannt werden. Neben der Polizei sind auch die Feuerwehr, das Ordnungsamt und der Kampfmittelbeseitigungsdienst vor Ort.
Betroffene Gebiete und Einschränkungen
Die Bewohner innerhalb des Sperrkreises wurden am Nachmittag aufgefordert, ihre Wohnungen umgehend zu verlassen. Die Sperrung betrifft unter anderem die Zeppelinstraße, eine der wichtigsten Zufahrtsstraßen im Westen Potsdams. Auch der Regionalbahnverkehr zwischen Magdeburg und Berlin ist beeinträchtigt. Zudem verkehren im gesperrten Bereich keine Busse und Straßenbahnen. Wie lange die Absperrungen bestehen bleiben, ist derzeit noch unklar.
Lage im Stadtteil Potsdam-West
Potsdam-West grenzt direkt an den bekannten Park Sanssouci und den Universitätscampus am Neuen Palais. Der Stadtteil gilt als bürgerlich und familienfreundlich und ist geprägt von zahlreichen Altbauten aus der Gründerzeit. Die Evakuierung sorgt bei den Anwohnern für Verunsicherung, die Polizei bittet um Verständnis für die Maßnahmen.



