Elbbrücken statt Fähren: Gutachter sehen wirtschaftliche Vorteile
Elbbrücken statt Fähren wirtschaftlich

Verkehrsexperten haben im Auftrag des sachsen-anhaltischen Verkehrsministeriums erste Berechnungen angestellt, die zeigen, dass drei zusätzliche Brücken über die Elbe wirtschaftlich sinnvoll wären. Dies gab die Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Lydia Hüskens, bekannt. „Auf dieser Grundlage werden wir nun eine Elbbrücke in der Altmark, eine zwischen Tangermünde und Magdeburg sowie eine im Landkreis Wittenberg in den Landesstraßenbauplan 2040 aufnehmen“, erklärte sie.

Fähren oft unzuverlässig

Die bestehenden Elbfähren können aufgrund schwankender Wasserstände nicht immer zuverlässig betrieben werden. Anwohner und Autofahrer müssen daher oft lange Umwege in Kauf nehmen. Den ersten Untersuchungen zufolge könnten die Fähren Sandau, Pretzsch und Ferchland-Grieben wirtschaftlich durch Brücken ersetzt werden. Die Kosten für jede dieser Brücken werden auf rund 50 bis 55 Millionen Euro geschätzt.

Lange Planungs- und Bauzeit

Trotz der wirtschaftlichen Vorteile wird es noch lange dauern, bis die neuen Brücken realisiert werden. Von der Planung bis zur Fertigstellung einer Elbbrücke müsse mit einem Zeitraum von etwa 20 Jahren gerechnet werden, so die Ministerin. Dies liegt unter anderem an aufwendigen Genehmigungsverfahren und technischen Herausforderungen.

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Die geplanten Brücken sollen nicht nur den Verkehr flüssiger machen, sondern auch die Region wirtschaftlich stärken. Die genauen Standorte und die konkrete Umsetzung werden nun in den nächsten Jahren weiter ausgearbeitet.

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