Großeinsatz am Lübecker Flughafen: Rasierer mit Kabel löst Fehlalarm aus
Ein harmloser Rasierapparat hat am Montagmorgen am Flughafen Lübeck für einen umfangreichen Sicherheitseinsatz gesorgt. Fast 200 Fluggäste mussten vorsorglich evakuiert werden, nachdem bei der Gepäckdurchleuchtung ein verdächtiger Gegenstand entdeckt worden war. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst rückten mit mehreren Fahrzeugen an, um die Situation zu klären.
Verdächtiges Gepäckstück führt zu Sicherheitsmaßnahmen
Laut Polizeiangaben aus Lübeck wurden bei der routinemäßigen Durchleuchtung eines Gepäckstücks auffällige Merkmale festgestellt, die eine genauere Untersuchung erforderlich machten. „Die Sicherheitskräfte haben vorsorglich Kräfte von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr alarmiert“, erklärte ein Sprecher. Der Flughafenbetrieb wurde vorübergehend eingestellt, und die wartenden Passagiere wurden in eine Betreuungsstelle vor dem Terminal gebracht.
Die Sicherheitsbeamten hatten bei der Röntgenkontrolle nicht nur den verdächtigen Gegenstand identifiziert, sondern in dessen Nähe auch eine Flüssigkeit entdeckt. Diese Kombination führte zu erhöhter Wachsamkeit und den umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen.
Schnelle Entwarnung nach Gepäcköffnung
Die Spannung löste sich jedoch schnell auf, als das verdächtige Gepäckstück geöffnet wurde. „Man konnte feststellen, dass darin kein gefährlicher Gegenstand war“, teilte der Polizeisprecher mit. Statt einer befürchteten Bedrohung fanden die Ermittler lediglich Kleidung, Elektronik und einen Rasierapparat vor.
Eine Flughafensprecherin erläuterte den Irrtum: Das harmlose Rasiergerät war mit einem Kabel umwickelt, was auf dem Röntgenbild zu einer täuschenden Darstellung führte. „Es gab keine Auffälligkeiten. Es war nicht gefährlich“, betonte die Polizei.
Folgen für den Flugbetrieb
Nach der Entwarnung konnten die fast 200 evakuierten Passagiere wieder ins Terminal zurückkehren. Der Flugbetrieb wurde rasch wieder aufgenommen, allerdings nicht ohne Verzögerungen. Ein Flug nach Mallorca, der laut Flughafen-Internetseite ursprünglich kurz nach 9:00 Uhr starten sollte, hob schließlich mit etwa einstündiger Verspätung in Richtung Süden ab.
Der Vorfall unterstreicht die hohen Sicherheitsstandards an deutschen Flughäfen, bei denen selbst harmlose Alltagsgegenstände bei ungewöhnlicher Darstellung zu umfangreichen Maßnahmen führen können. Die schnelle Aufklärung durch die Sicherheitskräfte verhinderte jedoch größere Beeinträchtigungen des Flugbetriebs.



