73-Jähriger Serieneinbrecher nach über 50 Taten in sechs Bundesländern festgenommen
Die Polizei hat nach monatelanger Ermittlungsarbeit einen mutmaßlichen Serieneinbrecher festgenommen, der für rund 50 Taten in mehreren Bundesländern verantwortlich sein soll. Der 73-jährige Pole wurde am Samstag in Kitzingen in Bayern durch Beamte der Heilbronner Kriminalpolizei festgenommen und sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
Ermittlungen decken jahrelange Einbruchsserie auf
Die Behörden gehen davon aus, dass der Mann seit 2014 immer wieder von Polen nach Deutschland reiste, um Einbrüche zu begehen. Die Ermittler schreiben ihm rund 50 Einbrüche in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen zu. Wie viel Geld und Gegenstände der Mann in dem Zeitraum erbeutete, könne man abschließend noch nicht sagen, erklärte eine Polizeisprecherin. Die Ermittlungen dauern noch an.
Spurensicherung führt zu Durchbruch
Auf die Spur kamen die Ermittler dem Mann nach einem Einbruch in Möckmühl im Norden Baden-Württembergs. Dort gesicherte Spuren hätten Übereinstimmungen zu weiteren Einbrüchen in Baden-Württemberg gezeigt. Durch das Auto, das der Mann bei seinen Beutezügen verwendet haben soll, kamen die Ermittler dann auf den Mann, der sich laut Polizei seit 2014 immer in den Wintermonaten in derselben Unterkunft in Unterfranken eingemietet haben soll.
Die Polizei betont, dass die Festnahme das Ergebnis intensiver Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Ermittlungsteams in den betroffenen Bundesländern ist. Die genauen Umstände der Einbrüche und die genaue Zahl der Taten werden derzeit noch geprüft. Experten weisen darauf hin, dass Serieneinbrüche dieser Art eine besondere Herausforderung für die Strafverfolgungsbehörden darstellen, da sie oft überregional organisiert sind.



