Verdacht auf Brandstiftung: Tesla in München-Untergiesing komplett zerstört
In der Nacht zum Samstag ist ein in der Teutoburger Straße in München-Untergiesing abgestellter Tesla in Flammen aufgegangen. Ein aufmerksamer Passant entdeckte das brennende Elektroauto gegen 2 Uhr nachts und alarmierte umgehend die Feuerwehr sowie die Polizei. Obwohl ein Löschfahrzeug innerhalb weniger Minuten am Einsatzort eintraf, war der Tesla nicht mehr zu retten – das Fahrzeug brannte laut Polizeiangaben komplett aus.
Kripo geht von vorsätzlicher Tat aus
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und geht derzeit von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Dies legen Spuren nahe, die am Tatort sichergestellt wurden. Ein technischer Defekt an dem Elektroauto gilt als eher unwahrscheinlich. Der Sachschaden wird von der Polizei auf rund 50.000 Euro geschätzt. Den Fall bearbeitet das Kommissariat K13, das für Brandfälle zuständig ist, und nicht der Staatsschutz – ein Indiz dafür, dass die Ermittler momentan nicht von einer politisch motivierten Tat ausgehen.
Wiederholte Vorfälle mit Tesla-Fahrzeugen in München und bundesweit
In den vergangenen Jahren wurden in München immer wieder Tesla-Fahrzeuge Opfer von Vandalismus oder Brandstiftung. Beispielsweise wurde im Sommer 2023 nachts in der Au ein Tesla an einer Ladesäule angezündet. Auch bundesweit häufen sich ähnliche Vorfälle:
- In Leipzig verübten Unbekannte im April vergangenen Jahres einen Brandanschlag auf zwei Tesla-Fahrzeuge, die mit der Aufschrift „Fuck Tesla“ beschmiert waren.
- In Ottersberg in Niedersachsen brannten im März 2025 sieben Tesla-Fahrzeuge bei einem Händler vollständig aus.
- Im April 2025 gingen im Berliner Stadtteil Steglitz vier Tesla-Autos in Flammen auf.
Diese Serie von Vorfällen wirft Fragen nach den Motiven und der Sicherheit von Elektrofahrzeugen im öffentlichen Raum auf. Die Münchner Kriminalpolizei sucht nun nach Zeugen und weiteren Hinweisen, um den aktuellen Fall in Untergiesing aufzuklären.



