Die Oide Wiesn, seit 15 Jahren fester Bestandteil des Oktoberfests, kämpft mit Besucherschwund. Der Münchner Stadtrat hat nun ein Maßnahmenpaket verabschiedet, um die Attraktivität zu steigern. Ziel ist es, das besondere Flair zu bewahren und wieder mehr Gäste anzulocken.
Neuerungen bei Einlass und Preisen
Stadträtin Anja Berger (Grüne/Rosa Liste) betont: „Lange Schlangen wird es nicht mehr geben.“ Künftig werden QR-Codes statt Einlassbänder genutzt. Der Wiedereinlass erfolgt per Stempel. Zudem wird eine Mengenrabattkarte eingeführt: Wer zehn Tickets kauft, erhält zwei Besuche gratis. Die Preise für Fahrgeschäfte bleiben niedrig, steigen aber 2027 für Personen ab 14 Jahren auf 2,50 Euro (unter 14 Jahren: 1,50 Euro).
Vielfältigeres Musikprogramm
Im Musikantenzelt gibt es zwei reservierte Zeitblöcke für „Heimatsound“. Auch Inklusionsbands sollen mehr Sichtbarkeit erhalten. Das künstlerische Konzept der Schützenlisl mit Leiterin Traudi Siferlinger bleibt, aber das Bier wechselt: Statt Augustiner wird Hacker-Pschorr ausgeschenkt.
Streit um Schützenlisl-Wirte
Der Stadtrat hat Michael Bietsch, Florian Fendt und Manfred Kneifel als neue Wirte der Schützenlisl bestätigt. Der bisherige Wirt Lorenz Stiftl übernimmt das Paulaner-Festzelt. Die unterlegene WE Festzelt GmbH von Katrin Wickenhäuser-Egger und Alexander Egger hat jedoch einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht gestellt. Egger ficht bereits das Vergabeverfahren für die große Wiesn an.
Anja Berger zeigt sich zuversichtlich: „Wir besinnen uns auf das Wesentliche: Gemütlichkeit, Musik, Miteinander und die einzigartige Atmosphäre.“ Die Oide Wiesn soll so wieder zum Publikumsmagneten werden.



