US-Militär unterstützt Ecuador im Anti-Drogen-Kampf: Fast vier Tonnen Kokain beschlagnahmt
US-Militär hilft Ecuador: Vier Tonnen Kokain beschlagnahmt

US-Militärhilfe für Ecuador im Kampf gegen Drogenkartelle

Die Sicherheitslage in Ecuador hat sich in den vergangenen Monaten dramatisch verschlechtert. Das südamerikanische Land, das zu einem wichtigen Transitland für Kokain aus Nachbarstaaten wie Kolumbien und Peru geworden ist, erhält nun massive Unterstützung aus den Vereinigten Staaten. Parallel zu den gemeinsamen Militäroperationen schlugen Ermittler in Europa mit koordinierten Aktionen zu.

Gemeinsame Militäroperationen gestartet

Die USA und Ecuador haben gemeinsame Militäroperationen zur Bekämpfung des Drogenhandels begonnen. General Francis Donovan, Kommandeur des US-Südkommandos, erklärte auf der Plattform X: "Die Menschen in Ecuador haben die Gewalt und die zerstörerischen Folgen des Drogenterrorismus hautnah und in ihrer Nachbarschaft erlebt." Es sei an der Zeit, entschlossen gegen diese Plage vorzugehen.

Erste gemeinsame Einsätze fanden bereits am Dienstag statt, wie Henry Delgado, Chef der ecuadorianischen Streitkräfte, mitteilte. Laut einem Bericht der New York Times beraten US-Spezialkräfte ecuadorianische Kommandos bei Razzien gegen mutmaßliche Drogenschmuggelanlagen und liefern Geheimdienst- sowie Logistikunterstützung. An den eigentlichen Einsätzen sind sie jedoch nicht beteiligt.

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Europäische Ermittler schlagen parallel zu

Gleichzeitig mit den militärischen Operationen in Ecuador gab es koordinierte Zugriffe von Ermittlern in Europa. Laut Europol richteten sich die Operationen gegen das ecuadorianische Drogenkartell "Los Lobos". Die Ergebnisse sind beeindruckend:

  • In Belgien wurden 3,2 Tonnen Kokain beschlagnahmt
  • In Ecuador kamen knapp 600 Kilogramm Kokain hinzu
  • In Europa wurden 810.000 US-Dollar in bar sichergestellt
  • Sechs Waffen (vier Handfeuerwaffen und zwei Gewehre) wurden beschlagnahmt
  • Es gab 16 Festnahmen und 26 Hausdurchsuchungen

Das US-Südkommando veröffentlichte ein 30-sekündiges Video auf X, das einen Hubschrauber bei einer Operation zeigt. Der genaue Ort der Aufnahmen wurde nicht veröffentlicht. In einer Erklärung hieß es: "Wir ergreifen entschlossene Maßnahmen, um Narko-Terroristen entgegenzutreten, die seit Langem Terror, Gewalt und Korruption über die Bürger der gesamten Hemisphäre verbreiten."

Eskalation der Drogengewalt in Ecuador

Die aktuelle Militärhilfe kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für Ecuador. Das Land hat in den vergangenen Jahren einen dramatischen Anstieg der Drogenkriminalität erlebt. Die Gewalt zwischen rivalisierenden Kartellen hat zu einer ernsthaften Bedrohung der öffentlichen Sicherheit geführt.

Die US-Streitkräfte sind in der Region nicht untätig geblieben. In den vergangenen Monaten griffen sie in der Karibik und im Pazifik Dutzende Boote an, die mutmaßlich Rauschgift transportierten. Die aktuelle Operation in Ecuador stellt jedoch eine neue Qualität der Zusammenarbeit dar und unterstreicht die wachsende internationale Besorgnis über die Sicherheitslage in dem südamerikanischen Land.

Die beschlagnahmten fast vier Tonnen Kokain zeigen sowohl das Ausmaß des Problems als auch den Erfolg der international koordinierten Gegenmaßnahmen. Ob diese Operationen langfristig zur Beruhigung der Sicherheitslage in Ecuador beitragen können, bleibt abzuwarten.

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