Vergewaltigungsvorwürfe in Berliner Jugendzentrum: Polizei erst spät informiert
Vergewaltigungsvorwürfe in Jugendzentrum: Polizei spät informiert

Vergewaltigungsvorwürfe in Berliner Jugendzentrum: Polizei erst spät informiert

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen zu mutmaßlichen sexuellen Übergriffen in einem Jugendzentrum im Bezirk Neukölln aufgenommen. Laut einem aktuellen Zeitungsbericht sollen Sozialarbeiter der Einrichtung den schwerwiegenden Vorfall nicht an die Polizei gemeldet haben, was zu einer erheblichen Verzögerung bei der Aufklärung führte.

Fall kam erst durch Zufall ans Licht

Die Kriminalpolizei erfuhr dem Bericht zufolge erst von den Vorfällen, als sich die betroffene 16-jährige Schülerin einer Präventivbeamtin der Polizei anvertraute. Diese schaltete umgehend das Landeskriminalamt (LKA) ein, das nun die Ermittlungen führt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte, die Prüfung stehe noch am Anfang und weitere Auskünfte könnten derzeit nicht erteilt werden.

Innensenatorin bestätigt Vorgang

Innensenatorin Iris Spranger (SPD) bestätigte Angaben aus einem Bericht der „Bild“-Zeitung, wonach das LKA das Handy eines beschuldigten Jugendlichen beschlagnahmt habe. Spranger betonte: „Die Polizei hat sofort reagiert.“ Gleichzeitig räumte sie ein: „Was nicht funktioniert hat, müssen der Bezirk, die zuständige Stadträtin und die Senatsverwaltung wirklich klären. Aufklärung wäre da sehr, sehr wichtig.“

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Details zu den mutmaßlichen Übergriffen

Laut dem Zeitungsbericht wurde die Schülerin im Januar von mehreren Jungen in einen hinteren Raum des Jugendzentrums getragen, auf eine Couch geworfen und sexuell belästigt. Erst als eine Mitarbeiterin der Einrichtung hinzukam, hätten die Jugendlichen von dem Mädchen abgelassen. Die Schülerin soll zudem berichtet haben, sie sei bereits im vergangenen Jahr in demselben Jugendzentrum vergewaltigt worden.

Polizeipräsidentin äußert sich

Auch Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel erklärte, die Kriminalpolizei sei sofort aktiv geworden, als sie informiert worden sei. Von dem betroffenen Jugendzentrum lag zunächst keine Stellungnahme zu den Vorwürfen vor. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und des LKA laufen derzeit auf Hochtouren, während dringende Fragen zur Kommunikation zwischen Sozialarbeitern und Strafverfolgungsbehörden im Raum stehen.

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