Zeugenaufruf nach mutmaßlichem rechten Angriff auf Neubrandenburger Marktplatz
Zeugenaufruf nach Angriff in Neubrandenburg

Zeugenaufruf nach mutmaßlichem rechten Angriff auf Neubrandenburger Marktplatz

Anfang Januar soll es auf dem Marktplatz in Neubrandenburg zu einem Vorfall gekommen sein, der von einem Verein als "rechter Angriff" bezeichnet wird. Der Lobbi-Verein, der in Rostock und Neubrandenburg Beratungsstellen für Betroffene von rassistischen, antisemitischen, homo- und transfeindlichen Angriffen betreibt, berichtet von dem Vorfall. Nach Angaben des Vereins griffen am 3. Januar gegen 19 Uhr zwei rechte Jugendliche zwischen der Eishalle und dem Mariencaree zwei junge Personen verbal und körperlich an. Passanten konnten die Situation durch ihr Einschreiten beruhigen.

Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigen Ermittlungen

Polizeisprecherin Caroline Kohl aus dem Neubrandenburger Polizeipräsidium bestätigte auf Anfrage, dass der Sachverhalt bei der Polizei bekannt ist. Sie konnte jedoch nicht zu der Frage Stellung nehmen, ob es sich tatsächlich um einen "rechten Angriff" und um "rechte Jugendliche" handelt, da der Fall bereits an die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg abgegeben wurde. Oberstaatsanwältin Beatrix Heuer teilte mit, dass das Verfahren bei der Staatsanwaltschaft erfasst worden sei. Auch sie konnte die Frage nach einem Angriff rechter Jugendlicher nicht beantworten, da der zuständige Dezernent den Vorgang prüfen und über weitere Ermittlungsmaßnahmen entscheiden wird. Weitere Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt, und der Vorfall wurde weder bestätigt noch dementiert.

Verein startet Zeugenaufruf

Nach Angaben des Lobbi-Vereins hat die Polizei im Rahmen des Vorfalls am 3. Januar keine Kontaktdaten der Zeugen aufgenommen, weshalb nun ein Zeugenaufruf gestartet wurde. "Wir möchten mit diesem Aufruf die Menschen erreichen, die den Vorfall beobachtet haben und bereit sind, ihre Informationen zu teilen", heißt es vom Verein. Die Hinweise von möglichen Zeugen könnten helfen, "Vorfälle wie diesen aufzuklären und die Betroffenen zu unterstützen".

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Hinweise können an das Neubrandenburger Beratungsteam geschickt werden. Das Team ist unter der Telefonnummer 0160-8442189 oder der Mail-Adresse [email protected] erreichbar. Potenzielle Hinweisgeber können sich auch anonym melden. "Jede Information ist wertvoll", wird betont. Der Verein hofft, dass Zeugen sich melden, um zur Aufklärung des Vorfalls beizutragen.

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