Dortmund: Zoobesucher füttert Löwen mit Schweinegulasch – Polizei rückt an
Zoobesucher füttert Löwen mit Schweinegulasch

Ein ungewöhnlicher Vorfall im Dortmunder Zoo hat am Dienstag einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein 29-jähriger Besucher hatte mitgebrachtes Schweinegulasch in das Gehege der Löwen geworfen und die Raubkatzen damit gefüttert. Zoodiensthabende beobachteten die Aktion und verständigten die Polizei, nachdem der Mann sich weigerte, seine Personalien preiszugeben.

Löwen wirkten „hungrig“

Gegenüber den eingesetzten Beamten erklärte der 29-Jährige, die Löwen hätten „hungrig“ gewirkt und laute Geräusche von sich gegeben. In seinem Rucksack fanden die Polizisten Reste von Schweinegulasch, von dem ein Teil bereits von einem Tier gefressen worden war. Die Fleischreste wurden von einer Tierärztin des Zoos sichergestellt.

Gefahr durch rohes Schweinefleisch

Für Großkatzen kann rohes Schweinefleisch gefährlich sein, da es Krankheitserreger wie das Aujeszky-Virus enthalten kann, das für Raubkatzen tödlich ist. Der Zoo wird die Gesundheit der Löwen nun genau beobachten.

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Keine Straftat, aber zivilrechtliche Folgen

Strafrechtlich drohen dem Mann zunächst keine Konsequenzen, da das Füttern von Löwen in Deutschland nicht als Straftat gilt. Die Polizei wies jedoch darauf hin, dass der Zoo zivilrechtliche Schritte einleiten könne, falls die Tiere durch das Füttern erkranken. In diesem Fall könnten die Behandlungskosten eingeklagt werden.

Der Vorfall sorgte in den sozialen Medien für Aufsehen und wirft Fragen nach dem richtigen Umgang mit Zootieren auf. Der Zoo Dortmund betonte, dass das Füttern der Tiere durch Besucher strikt untersagt sei und die Gesundheit der Tiere oberste Priorität habe.

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