ARD startet neue Krimireihe 'Der Salzburg-Krimi' mit vielversprechendem Auftakt
Einmal mehr dient die malerische Stadt Salzburg als eindrucksvolle Kulisse für eine Fernsehproduktion. Die ARD bringt mit 'Der Salzburg-Krimi' eine neue Krimireihe auf den Bildschirm, die bereits mit ihrem vielversprechenden Auftakt überzeugt. Im Zentrum der Handlung stehen zwei außergewöhnliche Ermittlerpersönlichkeiten, die durch ihre unterschiedlichen Herangehensweisen sowohl für Konflikte als auch für ermittlerische Erfolge sorgen.
Starkes Ermittlerduo und prominente Besetzung
Die Hauptrollen sind mit namhaften Schauspielern besetzt: Fritz Karl verkörpert den Kriminalpsychologen Thomas Meiberger, während Lisa Schützenberger die Hauptkommissarin Anna Grünwald darstellt. Unterstützt werden sie von weiteren bekannten Gesichtern wie Kevin Ganslinger und Anna Loos. Das besondere an diesem Ermittlerteam ist die Tatsache, dass beide mit denselben Fällen befasst sind, jedoch völlig unterschiedliche Methoden anwenden – was regelmäßig zu Reibereien führt, aber auch zu unerwarteten Ermittlungsergebnissen.
Spannende Handlung mit düsterem Hintergrund
Der Auftaktfilm mit dem Untertitel 'Tod am Wolfgangsee' führt die Zuschauer an den malerischen Wolfgangsee und weit zurück in die Vergangenheit. Die Handlung spielt auf verschiedenen Zeitebenen und wird von Till Franzen, der auch Regie führt, bildstark umgesetzt. Das Drehbuch stammt von Fritz Karl selbst, der unter seinem bürgerlichen Namen Friedrich Anton Karl gemeinsam mit Franzen an der Geschichte gearbeitet hat.
Der Fall beginnt mit einem besonders grausamen Fund: Das erste Opfer, der Sohn des Landtagsabgeordneten Aidbichler (Gregor Bloéb), wird kopfüber gekreuzigt am Masten eines Segelboots entdeckt. Als Medizinstudent führen die Ermittlungen auch an die Universität, wo Meiberger mit der Dekanin Andrea Breuer (Anna Loos) verbandelt ist. Die Rolle von Professor Rost (Peter Lohmeyer) bleibt zunächst unklar. Mit weiteren Todesfällen sehen sich die Ermittler offenbar mit einer Serie von Ritualmorden konfrontiert.
Charaktertiefe und persönliche Einblicke
Fritz Karl beschreibt seine Figur Thomas Meiberger als jemanden, dessen besondere Stärke in der Kombination aus sorgfältiger Beobachtung, präziser Analyse und der Fähigkeit liegt, sein Gegenüber aus der Reserve zu locken. 'Manchmal nutzt er sogar kleine Zaubertricks, um Menschen zu irritieren oder aus dem Konzept zu bringen', verrät der Schauspieler im ARD-Interview. Das eigentliche Geheimnis seines Erfolgs sei jedoch die intensive Fähigkeit, sich in die Gedankenwelt des Täters hineinzuversetzen.
Eine persönliche Gemeinsamkeit erkennt Karl zwischen sich und seiner Figur: 'Meiberger liebt, was er tut – genauso geht es mir. Wenn ich an etwas arbeite, bin ich extrem fokussiert, manchmal zum Leidwesen meiner Umgebung.' Ein wesentlicher Unterschied besteht jedoch im Privatleben: Während Karl selbst ein großer Familienmensch ist, steht Meiberger plötzlich vor den Trümmern einer Beziehung und einem Sohn, der ihm vorhält, dass er das Lösen eines Falls über die Familie stellt.
Fortsetzung einer bekannten Figur
Interessant ist, dass die Figur des Kriminalpsychologen Thomas Meiberger bereits zuvor existierte – und zwar in der österreichischen Reihe 'Meiberger – Im Kopf des Täters' auf Servus TV. Nun kehrt diese charakterstarke Figur im 'Salzburg-Krimi' zurück und erhält mit Kommissarin Grünwald eine würdige Partnerin an ihrer Seite.
Sendetermine und Ausblick
Den vielversprechenden Auftakt der Reihe gibt es an diesem Donnerstag um 20.15 Uhr in der ARD. Der zweite Teil mit dem Untertitel 'Am seidenen Faden' folgt eine Woche später am 5. März und verspricht nach Aussagen von Kritikern noch spannender zu werden als der bereits gelungene Auftakt. Die Kombination aus malerischer Salzburger Kulisse, komplexen Charakteren und einer düsteren, vielschichtigen Handlung macht 'Der Salzburg-Krimi' zu einem vielversprechenden neuen Format im deutschen Fernsehlandschaft.



