Barbara Schöneberger: Die Allzweckwaffe des deutschen Fernsehens
Barbara Schöneberger: Allzweckwaffe im TV

Barbara Schöneberger ist seit mehr als 25 Jahren eine feste Größe im deutschen Fernsehen. Die 52-Jährige gilt als glamourös, bodenständig und unglaublich schlagfertig. Ob als Moderatorin, Entertainerin, Talkshow-Gastgeberin oder Podcasterin – sie prägt die Medienlandschaft wie kaum eine andere. Besonders bekannt ist sie für ihre siebenmalige Verkündung der deutschen ESC-Punkte, ein Rekord. In diesem Artikel werfen wir einen detaillierten Blick auf ihre beeindruckende Karriere und ihr Privatleben.

Frühe Jahre und Ausbildung

Barbara Schöneberger wuchs in Gröbenzell bei München auf. Ihre Mutter war Hausfrau, ihr Vater Soloklarinettist. Nach dem Abitur absolvierte sie ein Volontariat bei der Modezeitschrift „Mode Spezial“. Anschließend studierte sie von 1994 bis 1999 Soziologie, Kommunikationswissenschaft und Kunstgeschichte in Augsburg, brach das Studium jedoch ab.

Karrierebeginn und Durchbruch

Ende der 1990er-Jahre arbeitete Schöneberger als Assistentin von Elmar Hörig in dessen Sendung „Bube, Dame, Hörig“. Ein Auftritt in der „Harald Schmidt Show“ brachte ihr große Anerkennung: Harald Schmidt war so beeindruckt, dass er ihr eine eigene Sendung empfahl. Ab 2001 moderierte sie ihre eigene Talkshow „Blondes Gift“, in der sie Prominente mit ihrem eigenwilligen Stil interviewte. Seit 2008 ist sie gemeinsam mit Hubertus Meyer-Burckhardt Gastgeberin der „NDR Talk Show“.

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Weitere Erfolge im Fernsehen

Schöneberger wechselte bald zur Samstagabend-Show: In der „Schöneberger Show“ empfing sie ab 2003 prominente Gäste wie Wigald Boning, Anke Engelke und Michael Bully Herbig. Auftritte in Comedy-Formaten wie „Frei Schnauze“, „Genial daneben“ und „LOL: Last One Laughing“ (2021 und 2026) festigten ihr Image als Stimmungskanone. Weitere Highlights waren „Die 2 – Gottschalk & Jauch gegen alle“ (2013-2017) und „Denn sie wissen nicht, was passiert“ (2018-2025). Seit 2026 moderiert sie mit Stefan Raab die Show „Wer weiß wie wann was war?“ und sorgte für eine Traumquote.

ESC und Preisverleihungen

Ein besonderer Höhepunkt ist ihre Rolle beim Eurovision Song Contest: Siebenmal verkündete sie die deutschen Punkte, so oft wie niemand vor ihr. Seit 2014 moderiert sie auch die deutsche Vorentscheidung, mit wenigen Ausnahmen. Daneben führt Schöneberger regelmäßig durch Preisverleihungen wie den Echo, den Grimme-Preis, den Deutschen Fernsehpreis und das Goldene Lenkrad. Ihre Moderationen wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Comedypreis, dem Deutschen Fernsehpreis und der Goldenen Henne. 2015 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz für ihr Engagement als Botschafterin für das Kinderhilfswerk „Terre des hommes“. Seit 2018 ist sie auch Botschafterin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS).

Podcast und Kolumnen

Seit 2018 ist Schöneberger mit dem Podcast „Mit den Waffeln einer Frau“ zu hören, in dem sie wöchentlich Prominente interviewt. Zudem verfasste sie regelmäßige Kolumnen für Magazine wie „Hörzu“, „Jolie“ und „Maxim“. Diese waren so erfolgreich, dass die Zeitschrift „Barbara“ von 2015 bis zu ihrer Einstellung 2023 nach ihr benannt wurde.

Privatleben

Barbara Schöneberger schützt ihr Privatleben weitgehend. Sie ist seit 2009 mit dem IT-Unternehmer Maximilian von Schierstädt verheiratet, der 2018 ins Beraterteam von Digitalministerin Dorothee Bär berufen wurde. Das Paar hat eine Tochter (*2013) und einen Sohn (*2010) und lebt in Berlin-Charlottenburg. Mit einigen Ex-Partnern zeigte sie sich gern auf dem roten Teppich, darunter Paul Keuter und Matthias Krahl. In einem Instagram-Video verriet sie, dass sie mit ihren Ex-Partnern noch Kontakt hält.

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TV-Auftritte (Auswahl)

  • 1998: „Bube, Dame, Hörig“
  • 1999-2003: „Weck Up“
  • 2001-2005: „Blondes Gift“
  • 2003: „Die Schöneberger Show“
  • 2004: „Popstars“
  • 2005-2007: „Frei Schnauze“
  • Seit 2008: „NDR Talk Show“
  • 2013-2017: „Die 2 – Gottschalk & Jauch gegen alle“
  • 2014-2017, seit 2019: Deutsche Vorentscheidung zum ESC
  • 2018-2025: „Denn sie wissen nicht, was passiert“
  • Seit 2022: „Verstehen Sie Spaß?“
  • Seit 2026: „Wer weiß wie wann was war?“