Collien Fernandes offenbart psychische Grenzen im Kampf gegen digitale Gewalt
Fernandes: Kurz vor dem Aufgeben im Kampf gegen digitale Gewalt

Collien Fernandes spricht über psychische Erschöpfung im Kampf gegen digitale Gewalt

Nach der beeindruckenden Solidaritätskundgebung am Brandenburger Tor hat sich Moderatorin Collien Fernandes (44) mit einem bewegenden persönlichen Statement zu Wort gemeldet. In einer emotionalen Nachricht auf Instagram schilderte sie die tiefgreifenden psychischen Belastungen, die der langjährige Kampf gegen digitale Gewalt bei ihr hinterlassen hat.

Phasen extremer Erschöpfung und Resignation

Fernandes beschrieb besonders eindringlich ihren Gesundheitszustand im vergangenen Jahr. Es habe Phasen gegeben, in denen sie "sehr unter die Räder" gekommen sei und aufgrund massiver Erschöpfung kaum in der Lage war, ihren Alltag zu bewältigen. Die Moderatorin gestand offen, dass sie zeitweise "nicht mehr aufstehen konnte und wollte", da die anhaltenden Auseinandersetzungen um den Opferschutz sie sowohl physisch als auch psychisch an ihre absoluten Grenzen gebracht hätten.

Besonders erschütternd war ihre Offenbarung, dass sie kurz davor stand, den Kampf für bessere rechtliche Rahmenbedingungen im Bereich der digitalen Gewalt vollständig aufzugeben. Die jahrelange Belastung durch Identitätsdiebstahl, gefälschte pornografische Inhalte und psychische Gewalt habe sie an den Rand ihrer Kräfte gebracht.

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Solidaritätskundgebung als entscheidender Wendepunkt

Die große Demonstration am Brandenburger Tor am 22. März markierte jedoch einen entscheidenden Wendepunkt. Angesichts der zehntausenden Menschen, die sich dort versammelten, fühlt sich Fernandes auf ihrem schwierigen Weg nun nicht mehr allein. Die Polizei sprach von etwa 6.700 Teilnehmenden, während die Veranstalter sogar von 13.000 Anwesenden berichteten.

Die überwältigende Anteilnahme und Solidarität der Öffentlichkeit bezeichnete Fernandes als entscheidenden Rückhalt, um ihren Einsatz für einen verbesserten Opferschutz fortzusetzen. Initiiert wurde die Demonstration vom neu gegründeten Bündnis "Feminist Fight Club!", das ursprünglich lediglich 500 Teilnehmende angemeldet hatte.

Hintergrund der Anschuldigungen und rechtliche Schritte

Die aktuellen Entwicklungen stehen im Zusammenhang mit schweren Vorwürfen, die Fernandes vor wenigen Tagen in einem Bericht des "Spiegel" gegen Christian Ulmen erhoben hat. Dabei geht es um:

  • Identitätsdiebstahl
  • Körperverletzung
  • Schwere Bedrohung
  • Psychische Gewalt

Laut Fernandes wurden jahrelang gefälschte pornografische Fotos und Videos von ihr über Fake-Profile im Internet verbreitet, wobei sie ihren Ex-Ehemann hinter diesen Aktionen vermutet. Ende 2025 hat sie in Spanien bereits Anzeige erstattet und setzt sich weiterhin für eine Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen im Kampf gegen digitale Gewalt ein.

In ihrem Statement während der Kundgebung betonte Fernandes: "Ich freue mich über jeden, der für dieses wichtige Thema auf die Straße geht". Diese Worte unterstreichen ihre anhaltende Entschlossenheit, trotz der enormen persönlichen Belastungen weiter für Opferschutz und digitale Sicherheit zu kämpfen.

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