Frust am roten Teppich: Steven Gätjens vergebliche Jagd nach Oscar-Stars
Los Angeles – Was für eine enttäuschende Bilanz! Deutschlands bekanntester Oscar-Experte Steven Gätjen (53) stand auch in diesem Jahr wieder am roten Teppich der Academy Awards – doch die erhofften Top-Interviews mit Hollywood-Größen blieben aus. Trotz jahrzehntelanger Erfahrung und professioneller Vorbereitung musste der ProSieben-Moderator eine karge Ausbeute hinnehmen.
Profis bleiben machtlos gegen Management-Barrieren
Gemeinsam mit seinem Co-Moderator Paulomuc (28, bürgerlich Paul Luca Fischer) und Hollywood-Kenner Scott Orlin hatte Gätjen alles für erfolgreiche Interviews vorbereitet. Die maßgeschneiderten Anzüge von Breuninger saßen perfekt, die Fragen waren parat. Doch die Realität am Oscar-Teppich sah anders aus: Leonardo DiCaprio, Timothée Chalamet und Emma Stone rauschten einfach vorbei, von ihren Managern zielstrebig weitergeschoben.
Selbst als sich eine Gelegenheit mit Ethan Hawke (55) ergab, wurde der Schauspieler mitten im Gespräch weggezerrt. „Ich hoffe, ihr habt Spaß, auch wenn die Ausbeute sehr karg ist“, richtete Gätjen enttäuscht an die Zuschauer. Sein erfahrener Helfer Scott Orlin bestätigte trocken: „Niemand kommt hierher.“
Jahrzehntelange Erfahrung trifft auf neue Realität
Steven Gätjen moderiert seit über 20 Jahren die Oscar-Live-Show für Deutschland und gilt als absoluter Profi am roten Teppich. Normalerweise gehört sein Kampf um die Aufmerksamkeit der Stars zur Oscar-Nacht wie die emotionalen Dankesreden. Doch in diesem Jahr zeigte sich eine neue Härte: „Es mangelt an Stars!“, klagte Gätjen, nachdem er die abwesenden Top-Nominierte aufzählte.
Orlin korrigierte sachlich: Stars gäbe es genug – nur für Interviews blieben kaum welche stehen. Die Management-Teams schienen entschlossener denn je, ihre Schützlinge vor Medienkontakten zu schützen.
Kleine Lichtblicke in enttäuschender Nacht
Immerhin gab es einige wenige Momente des Austauschs. Joel Edgerton (51) aus „Train Dreams“ verriet kurz, dass er keine Bahnschienen verlegen könne. Chase Infiniti (25) bezeichnete die Szenen mit Co-Star Sean Penn (65) als „ein bisschen lächerlich“ und wenig gruselig. Und dreimaliger Oscar-Gastgeber Jimmy Kimmel (58) plauderte über die deutsche Herkunft seines Nachnamens.
Doch diese kurzen Gespräche konnten nicht über die grundsätzliche Enttäuschung hinwegtäuschen. Gätjen, der normalerweise für seine Beharrlichkeit und Kontakte bekannt ist, musste in diesem Jahr eine ungewöhnlich niedrige Erfolgsquote hinnehmen. Die Frage bleibt, ob dies ein Einzelfall war oder ein Trend zu stärker abgeschirmten Hollywood-Stars.



