30 Millionen Euro Sanierung: Deutschlands älteste Obdachlosenunterkunft Pik As in Hamburg öffnet neu
30 Mio. Sanierung: Älteste Obdachlosenunterkunft öffnet neu

Historische Notunterkunft in Hamburg nach umfassender Sanierung wiedereröffnet

Nach einer zweijährigen, umfangreichen Sanierung im Wert von knapp 30 Millionen Euro hat die älteste Notunterkunft Deutschlands, das Pik As in der Hamburger Neustadt, ihre Türen wieder geöffnet. Ab Mittwoch können wohnungslose Männer erneut in der Einrichtung übernachten, nachdem die Sozialbehörde der Hansestadt dieses Mammutprojekt finanziert hat.

Modernisierte Einrichtung mit erweitertem Angebot

Das kernsanierte Hauptgebäude bietet nun bis zu 330 Schlafplätze, auf denen die Bewohner meist zu zweit oder zu dritt untergebracht werden. Besondere Rücksicht wird auf individuelle Bedürfnisse genommen: Wohnungslose mit Hunden finden hier ebenfalls ein Bett, und psychisch stark belastete Personen erhalten ein Einzelzimmer, um ihre Situation zu erleichtern.

Ein neu errichtetes Gebäude ergänzt das Ensemble mit sogenannten Lebensplätzen, die vor allem älteren und kranken Betroffenen eine dauerhafte Bleibe bieten. Zusätzlich wurde ein moderner Aufenthaltsraum geschaffen, der Gemeinschaft und Entspannung fördert. Eine weitere Neuerung ist die medizinische Praxis direkt vor Ort, in der die Männer ärztlich versorgt werden können, was den Zugang zu Gesundheitsleistungen deutlich verbessert.

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Politische Würdigung und historischer Hintergrund

Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD) besuchte die Einrichtung in der Neustädter Straße am Montag und betonte die historische Bedeutung des Pik As als älteste Obdachlosenunterkunft Deutschlands. Während der Bauarbeiten betrieb die Stadt ein Ausweichquartier in der Eiffestraße in Hamburg-Hamm, um die Versorgung der Betroffenen kontinuierlich aufrechtzuerhalten.

Die Sanierung umfasste nicht nur das Hauptgebäude, sondern auch den Neubau, der die Kapazitäten und Dienstleistungen erheblich erweitert. Dieses Projekt unterstreicht Hamburgs Engagement im Kampf gegen Wohnungslosigkeit und setzt neue Maßstäbe in der sozialen Infrastruktur.

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