Anklam: AWO startet Bau des Hanse-Hortes im April - Mehrere soziale Projekte in Bewegung
AWO Anklam: Bau des Hanse-Hortes startet im April

Soziale Projekte der AWO in Anklam nehmen Fahrt auf

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Neubrandenburg-Ostvorpommern setzt im Jahr 2026 in Anklam mehrere bedeutende soziale Vorhaben um. AWO-Geschäftsführer Carsten Jahnke präsentierte kürzlich im Bauausschuss den aktuellen Stand der verschiedenen Projekte, die das soziale Gefüge der Peenestadt nachhaltig stärken sollen.

Steintorprojekt: Rechtsstreit mit dem Landkreis verzögert Jugendwohnen

Ein zentrales Projekt der AWO, die Umwandlung der ehemaligen Gaststätte am Steintor in einen Wohnort für Jugendliche, befindet sich derzeit in einer schwierigen Phase. Nachdem zunächst die Stadtvertreter ihr Veto eingelegt hatten, ist die Arbeiterwohlfahrt nun in einen Rechtsstreit mit dem Landkreis verwickelt. Carsten Jahnke bedauert diese Verzögerung besonders, da dadurch dringend benötigte Wohnplätze für behinderte Jugendliche weiterhin nicht geschaffen werden können.

Das überarbeitete Konzept sieht eine stationäre Wohngruppe vor, die auch Mehrgenerationenprojekte, öffentliche Veranstaltungen und einen Regionalmarkt auf dem Hof integriert. Trotz des laufenden Rechtsstreits plant die AWO, kleinere Arbeiten und Reparaturen am Gebäude durchführen zu lassen, um das Projekt nicht vollständig zum Stillstand zu bringen.

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Hanse-Hort: Bauarbeiten beginnen bereits im April

Während das Steintorprojekt stockt, schreiten andere Vorhaben zügig voran. Der Bau des sogenannten „Hanse-Hortes“ im Mittelfeld soll bereits in den kommenden Wochen ab April starten. Ursprünglich war an dieser Stelle ein Kindergarten mit Hort geplant, doch aufgrund der Auslastung bestehender Kindergärten und der Bevölkerungsentwicklung wurde das Konzept angepasst.

Statt eines Kindergartens entsteht nun ein reiner Hort mit zunächst 88 Plätzen, der auch Frühhortplätze anbieten wird. Die AWO sieht Potenzial, die Platzzahl in Absprache mit dem Jugendamt noch zu erhöhen. Die Fertigstellung ist für September 2027 vorgesehen, was auch für die bewilligten Fördermittel in Höhe von 1,8 Millionen Euro entscheidend ist.

Weitere Projekte: Praxisbetrieb und Neubau in der Klosterstraße

Erfolge kann die AWO auch beim „roten Haus“ in der Klosterstraße vermelden. Der bisherige Pflegepunkt und das Servicewohnen sind in eine besser geeignete Immobilie in der Baustraße umgezogen. In der frei gewordenen Klosterstraße plant die AWO nun:

  • Einen kombinierten Praxisbetrieb für Physio- und Ergotherapie
  • Einen Stützpunkt für einen ambulanten Pflegedienst
  • Unterbringungsmöglichkeiten für ausländische Auszubildende, voraussichtlich aus Indien, die zum kommenden Ausbildungsjahr einziehen sollen

Ab Mitte dieses Jahres soll zudem der Abriss der Garagen in Angriff genommen werden, um Platz für einen Neubau zu schaffen. Dieser soll Seniorenwohnen und behindertengerechte Wohneinheiten bieten, wobei die genaue Ausstattung an den Bedarf der Stadt angepasst wird. Die AWO behält dabei besonders die im Bau befindliche Hanseresidenz privater Investoren in der Friedländer Landstraße im Blick.

Zusammenfassung der AWO-Projekte in Anklam

  1. Hanse-Hort im Mittelfeld: Bau startet April 2026, Fertigstellung September 2027, 88 Hortplätze, Fördermittel: 1,8 Millionen Euro
  2. Steintorprojekt: Umnutzung zur Jugendwohngruppe stockt durch Rechtsstreit mit Landkreis, überarbeitetes Konzept inklusive Mehrgenerationenprojekten
  3. Klosterstraße: Praxisbetrieb (Physio-/Ergotherapie), Pflegedienst-Stützpunkt, Unterbringung für ausländische Auszubildende, geplanter Neubau für Senioren- und behindertengerechtes Wohnen

Die AWO demonstriert mit diesen vielfältigen Projekten ihr Engagement für soziale Infrastruktur in Anklam, auch wenn nicht alle Vorhaben reibungslos verlaufen.

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