Schläge, Scham, Stärke: Wie eine Münchnerin zur Stimme gegen Gewalt wurde
Die Münchnerin Romy Stangl hat Gewalt am eigenen Leib erfahren müssen. Heute setzt sie sich unermüdlich dafür ein, anderen Betroffenen zu helfen und ihre Stimme zu erheben. Ihre persönliche Geschichte ist geprägt von schmerzhaften Erlebnissen, doch sie hat daraus die Kraft geschöpft, um aktiv zu werden.
Vom Opfer zur Aktivistin
Romy Stangls Weg begann mit traumatischen Erfahrungen, die sie nicht länger verschweigen wollte. Statt in der Scham zu verharren, entschied sie sich, ihre Geschichte zu teilen und so anderen Mut zu machen. Ihr Engagement führte sie zur Organisation One Billion Rising München e.V., wo sie sich für Aufklärung und Unterstützung einsetzt.
Am 14. Februar beteiligte sie sich mit vielen anderen Unterstützerinnen an einem beeindruckenden Tanz-Flashmob, der weltweit auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam macht. Diese Aktion symbolisiert nicht nur Solidarität, sondern auch die Stärke, die aus gemeinschaftlichem Handeln erwächst.
Forderungen an die Politik
Romy Stangl hat klare Erwartungen an die politischen Entscheidungsträger. Sie wünscht sich mehr finanzielle Mittel für Hilfsangebote, bessere Aufklärungsprogramme in Schulen und eine stärkere Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Ihr Appell lautet: Gewalt darf kein Tabuthema bleiben.
Sie betont, dass trotz einiger Fortschritte noch viel zu tun ist. Die Zahlen der Gewaltvorfälle sind nach wie vor alarmierend, und viele Betroffene scheuen sich, Hilfe zu suchen. Hier sieht sie dringenden Handlungsbedarf, um langfristige Veränderungen zu erreichen.
Persönliche Botschaft und Zukunftshoffnungen
Für Romy Stangl ist es wichtig, dass niemand mit seinen Erfahrungen allein bleibt. Sie ermutigt Betroffene, sich zu öffnen und professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Ihr eigenes Beispiel zeigt, dass es möglich ist, aus der Opferrolle auszubrechen und zu einer positiven Kraft in der Gesellschaft zu werden.
Sie hofft, dass ihre Arbeit dazu beiträgt, das Bewusstsein für Gewalt zu schärfen und nachhaltige Lösungen zu fördern. Mit ihrem Engagement will sie nicht nur helfen, sondern auch inspirieren, damit immer mehr Menschen den Mut finden, gegen Gewalt aufzustehen.



