Leopoldshagen investiert 5,3 Millionen Euro in Modernisierung der Kleinen Grundschule
5,3 Mio. Euro für Grundschulsanierung in Leopoldshagen

Leopoldshagen startet Millionenprojekt für Grundschulmodernisierung

Nach dem erfolgreichen Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses für etwa zwei Millionen Euro wagt sich die Gemeinde Leopoldshagen nun an ein noch ambitionierteres Vorhaben. Die Gemeindevertreter haben einstimmig der finalen Planung für die umfassende Modernisierung der Kleinen Grundschule auf dem Lande zugestimmt. Das Projekt umfasst sowohl eine grundlegende Sanierung des bestehenden Schulgebäudes als auch den Neubau eines zusätzlichen Flachbaus auf dem Schulgelände. Insgesamt sind Investitionen in Höhe von 5,3 Millionen Euro vorgesehen.

Detaillierte Planung: Abriss, Neubau und Sanierung

Bürgermeister Werner Hackbarth (parteilos) erläuterte die konkreten Maßnahmen des Großprojekts. Der bereits 1964 errichtete Flachbau soll abgerissen und durch einen modernen Neubau im Wert von 2,1 Millionen Euro ersetzt werden. Parallel dazu ist die grundlegende Sanierung des Hauptgebäudes aus dem Jahr 1974 geplant, für die 2,6 Millionen Euro veranschlagt sind. Abschließend sollen die Außenanlagen neu gestaltet werden. Der Hort der Schule wird weiterhin auf dem Areal untergebracht sein.

Finanzierung durch Fördermittel und Kredite

Ohne externe Finanzierungshilfen wäre das Vorhaben nicht realisierbar. Bürgermeister Hackbarth erklärte, dass für Schulsanierungen und Neubauten in der Regel Fördersätze von 60 Prozent, in besonderen Fällen sogar bis zu 65 Prozent, gewährt werden. Die Gemeinde wird Anträge auf Fördermittel und Baugenehmigungen stellen und zusätzlich nach günstigen Sondertöpfen suchen. Da die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde begrenzt ist, sind auch Sonderbedarfszuweisungen und ein großer Kredit notwendig. Der genehmigte Kreditrahmen für 2026 beträgt 1,4 Millionen Euro.

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Technische Bedenken und Zeitplan

Stellvertretender Bürgermeister Jens Behrens äußerte Bedenken bezüglich der geplanten Heizungslösung. Er fragte, ob eine Wärmepumpe in Kombination mit Solaranlagen ausreichend Wärme liefern kann, insbesondere während frostiger Tage mit Schnee auf den Solarmodulen. Bürgermeister Hackbarth verwies auf die Expertise der Fachplaner und betonte, dass solche technischen Fragen bereits berücksichtigt und weiter diskutiert werden. Der Baubeginn ist für das zweite Quartal 2026 geplant, mit einer voraussichtlichen Bauzeit bis 2027.

Bedeutung der Grundschule als Standortfaktor

„Die Grundschule ist für uns ein wichtiger Standortfaktor“, unterstrich Bürgermeister Hackbarth. Sie dient dem Einzugsbereich von Mönkebude, Grambin und Leopoldshagen und unterrichtet durchschnittlich 45 bis 55 Schüler pro Jahr. Die Landesregierung hat den dauerhaften Bestand der Kleinen Grundschule auf dem Lande zugesichert. Trotz des ordentlichen Gesamteindrucks weist das Gebäude noch originale Elemente aus DDR-Zeiten auf, wie Türen und Flurböden, die im Zuge der Sanierung ersetzt werden sollen.

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