Anklams Wiederaufbau nach dem Krieg: Ein Blick auf Stadtplanung und Alltagsleben
Wie wurde Anklam nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs neu konzipiert? Welche Visionen von Wohnen, Arbeit und Gemeinschaft prägten die Aufbaujahre in der Peenestadt? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer besonderen Veranstaltung, die am 21. April im Anklamer Ritz stattfindet. Organisiert vom Demokratieladen und der Stadt Anklam, richtet sich der Abend an alle, die sich für die städtebauliche Entwicklung und das tägliche Leben in Anklam interessieren.
Historische Einblicke und architektonische Perspektiven
Der Historiker Christoph Wunnicke wird in zwei kurzen Vorträgen die Zeit von den 1950er bis in die 1980er Jahre in Anklam beleuchten. Er erinnert an die baulichen und sozialen Veränderungen, die die Stadt in dieser Epoche prägten. Begleitet wird er von der Architektin Susann Milatz, einer gebürtigen Anklamerin, die aktuell mit der städtebaulichen Rahmenplanung für die Innenstadt beauftragt ist. Sie bietet einen bebilderten Rückblick und eine fachliche Einordnung der architektonischen Entwicklungen.
Zeitzeugen und persönliche Erinnerungen gesucht
Die Veranstalter legen besonderen Wert auf die Beteiligung von Zeitzeugen. Erinnerungen und Geschichten von Menschen, die diese Ära in Anklam miterlebt und mitgestaltet haben, sind ausdrücklich erwünscht. Im Fokus stehen dabei:
- Bauliche Veränderungen wie die Errichtung von WBS-70-Blöcken, die lange das Stadtbild dominierten
- Die Entstehung von sozialen Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen und Kaufhallen
- Veränderungen im Alltagsleben durch Gaststätten, Wohnblocks und genossenschaftliches Bauen
Zudem interessieren sich die Organisatoren für Zeitzeugnisse aus privatem Besitz, beispielsweise Fotos von Richtfesten, Wohnungsbezügen oder Einweihungsfeiern. Diese persönlichen Dokumente können helfen, ein lebendigeres Bild der Aufbaujahre zu zeichnen.
Veranstaltungsdetails und Teilnahme
Der Abend unter dem Motto „Stadt Mensch Bau“ beginnt am Dienstag, 21. April, um 18 Uhr im Anklamer Ritz. Der Eintritt ist frei, und eine aktive Teilnahme mit Diskussionsbeiträgen wird begrüßt. Diese Veranstaltung bietet eine einzigartige Gelegenheit, die Stadtgeschichte Anklams aus verschiedenen Perspektiven zu erkunden und das Erbe des Wiederaufbaus gemeinsam zu reflektieren.



