Moderner Holzanbau für Hortzentrum Waren-West: 1200 Quadratmeter mehr Raum für Kinder
Das Hortzentrum in Waren-West steht vor einer bedeutenden Erweiterung. Ein neuer, dreistöckiger Anbau in modularer Holzbauweise soll die Einrichtung um fast 1200 Quadratmeter vergrößern und damit dringend benötigten Platz für die Kinderbetreuung schaffen. Das innovative Konzept stammt aus der Feder des Warener Architekturbüros Ocean Architects unter der Leitung von Christian Klein.
Positive Resonanz im Stadtentwicklungsausschuss
Bei der Vorstellung der Pläne im Stadtentwicklungsausschuss stieß das Konzept auf durchweg positive Resonanz. Christian Klein, der als Generalplaner von der Stadt beauftragt wurde, erläuterte die Vorteile der modularen Holzbauweise. „Der große Vorteil dabei: Wir erreichen ein schnelles und sicheres Bauen während des laufenden Hortbetriebs. Belastungen durch Lärm und Dreck können minimiert werden“, erklärte der Architekt. Ein Großteil der Konstruktion werde in Werkstätten vorgefertigt und vor Ort lediglich montiert.
Innovative Bauweise mit zahlreichen Vorteilen
Die geplante Bauweise sieht vor, auf einem Betontisch im Erdgeschoss drei weitere Stockwerke in vorgefertigter Holzrahmenbauweise aufzusetzen. Diese Methode bietet mehrere entscheidende Vorteile:
- Schnelle Bauzeit: Sobald der Betontisch steht, kann der Rohbau in nur zwei bis drei Wochen errichtet werden
- Klimafreundlichkeit: Die Holzbauweise ist besonders umweltverträglich
- Flexibilität: Das Gebäude kann später einfacher zurück- oder umgebaut werden
- Kosteneffizienz: Durch industrielle Vorfertigung hat die Holzbauweise mittlerweile oft einen Preisvorteil gegenüber Massivbauten
Christian Klein zeigte sich überzeugt: „Wir sind der festen Überzeugung, dass wir unter den jetzigen Umständen unter dem Kostendeckel von vier Millionen Euro bleiben.“
Raumkonzept und besondere Highlights
Der neue Anbau wird das Hortzentrum nicht nur vergrößern, sondern auch qualitativ verbessern. Die Raumaufteilung sieht folgendes vor:
- Erdgeschoss: Garderoben und ein Gruppenraum
- Erstes Stockwerk: Offenes Raumkonzept mit vielen Aktionsbereichen
- Zweite Etage: Räume für Hausaufgaben und eine Lernakademie
- Obergeschoss: Mensa, die bisher im Keller untergebracht war
Ein besonderes Highlight wird die Dachterrasse mit integriertem Kräutergarten. Eine 1,80 Meter hohe Glaswand sorgt für die notwendige Absturzsicherung. Jedes Stockwerk ist über ein eigenes Treppenhaus und einen Lift erreichbar, ohne dass neue Durchbrüche ins alte Gebäude notwendig werden.
Förderung und Zeitplan
Warens Bauamtsleiter Thomas Mura erklärte, dass die Stadt derzeit verschiedene Fördermöglichkeiten prüft. Ende vorigen Jahres wurde bereits ein Antrag auf Sonderbedarfszuweisung beim Land gestellt, allerdings hat sich noch kein konkreter Fördertopf für das Vorhaben aufgetan.
Die Bauarbeiten sollen im kommenden Jahr starten. Der Anbau ist dringend notwendig, da das Hortzentrum seit einigen Jahren mit einer Ausnahmegenehmigung arbeitet. Die Einrichtung betreut mehr Kinder, als die Betriebserlaubnis aufgrund des gegebenen Platzangebots eigentlich zulässt.
Das heutige Hortzentrum Waren-West war ursprünglich Teil eines größeren Schulgebäudes, das verkleinert wurde. Mit dem neuen Anbau kehrt die Einrichtung nun zu ihrer ursprünglichen Größe zurück und schafft gleichzeitig moderne, kindgerechte Räumlichkeiten für die Zukunft.



