Rostocks neues Volkstheater: Sechs Grundstücke bereits verkauft, 18,9 Millionen Euro eingenommen
Rostock: Sechs Grundstücke für Volkstheater-Finanzierung verkauft

Rostocks neues Volkstheater: Grundstücksverkäufe schreiten voran

In der Rostocker Innenstadt nimmt das ambitionierte Bauprojekt für das neue Volkstheater konkrete Formen an. Auf der Baustelle zwischen Lange Straße und Stadthafen wird derzeit intensiv gearbeitet, wobei laut Arndt Draheim, Sprecher des zuständigen Eigenbetriebs Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE), im Minutentakt Erdaushub abtransportiert wird. Insgesamt sollen etwa 100.000 Kubikmeter Erde bewegt werden. Die Kampfmittelsondierung ist bis auf einen kleinen Bereich abgeschlossen, und ab April 2026 sind Bohrungen für die Nutzung von Geothermie in der Baugrube geplant.

Finanzierung durch Grundstücksverkäufe

Das neue Volkstheater, dessen Kosten auf 208 Millionen Euro veranschlagt sind, wird teilweise durch den Verkauf von städtischen Grundstücken finanziert. Ende 2023 beschloss die Rostocker Bürgerschaft, für 18 ausgewählte Grundstücke den Grundsatz Erbbaurecht vor Veräußerung auszusetzen, um den Eigenanteil von 75 Millionen Euro zu stemmen. Zu diesen Grundstücken gehören prominente Liegenschaften wie das ehemalige Best-Western-Hotel in Warnemünde und der aktuelle Theaterstandort im Patriotischen Weg 33.

Laut KOE-Sprecher Arndt Draheim sind bereits sechs dieser Grundstücke verkauft, was Einnahmen von rund 18,9 Millionen Euro generiert hat. Details zu den Käufern oder den spezifischen Grundstücken werden nicht preisgegeben, jedoch ist bekannt, dass auf den meisten verkauften Flächen neuer Wohnraum entstehen soll. Eine Ausnahme bildet das Grundstück im Güterverkehrszentrum (GVZ), wo die Ansiedlung eines Industrieunternehmens vorgesehen ist.

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Weitere Vermarktung und Zeitplan

Für vier weitere Grundstücke sind noch baurechtliche Abstimmungen erforderlich, bevor sie ausgeschrieben werden können, während für das GVZ-Grundstück derzeit Verhandlungen laufen. Die Vermarktung der verbleibenden sieben Grundstücke obliegt der Stadtverwaltung. Rathaussprecherin Kerstin Kanaa bestätigt, dass für einige Grundstücke bereits konkretes Kaufinteresse besteht, während andere sich in der Ausschreibungsvorbereitung befinden.

Für die beiden Filetstücke – das ehemalige Best-Western-Hotel und den jetzigen Theaterstandort – laufen noch interne Abstimmungen innerhalb der Stadtverwaltung. Sobald diese abgeschlossen sind, wird die Ausschreibung vorbereitet. Insgesamt strebt der KOE an, durch die Grundstücksverkäufe 34,5 Millionen Euro zu erzielen, die in den Eigenanteil der Finanzierung fließen.

Zusammensetzung der Finanzierung

Die Finanzierung des neuen Volkstheaters setzt sich aus mehreren Quellen zusammen:

  • 34,5 Millionen Euro aus Grundstücksverkäufen
  • 28 Millionen Euro aus betrieblichen Jahresüberschüssen des KOE bis 2028
  • 12,5 Millionen Euro Eigenmittel der Hansestadt Rostock
  • 51 Millionen Euro Fördermittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern
  • 82 Millionen Euro Kreditaufnahme

Arndt Draheim betont, dass für den Verkauf der Grundstücke kein Zeitdruck besteht. Auf Basis des bisherigen Geschäftsverlaufs und der geplanten Maßnahmen sehen wir die Finanzierung des Theaterneubaus aus den genannten Quellen als solide gesichert, so sein Fazit. Die Fertigstellung des 208-Millionen-Euro-Projekts ist für das Jahr 2028 geplant. Alle weiteren Informationen sind auf der Projektwebseite www.neubau-volkstheater.de verfügbar.

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