Schwerin investiert 215 Millionen Euro: Plattenbausiedlung Neu Zippendorf erhält neue Mitte
Schwerin: 215 Mio. Euro für Plattenbausiedlung Neu Zippendorf

Schweriner Großinvestition: 215 Millionen Euro für Plattenbaugebiet Neu Zippendorf

Die Landeshauptstadt Schwerin, die als Stadt mit der größten Kluft zwischen Arm und Reich gilt, startet eine umfassende Stadterneuerung im größten Neubaugebiet in Plattenbauweise. Im Stadtteil Neu Zippendorf werden die Stadt und ihre städtische Wohnungsgesellschaft WGS in den kommenden Jahren mehr als 215 Millionen Euro investieren, um die soziale Durchmischung zu fördern und den Stadtteil nachhaltig aufzuwerten.

Zwei Großprojekte ab 2026: Berufsschule und Stadtteilmitte

Ab dem Jahr 2026 werden in Neu Zippendorf zwei bedeutende Großinvestitionen realisiert. Bereits im Sommer soll die Erschließung für den 138 Millionen Euro teuren Campus der neuen Berufsschule für Gesundheit und Soziales beginnen. Die Ausbildung an dieser Einrichtung soll bereits im Jahr 2030 starten. Zum Schulkomplex gehört auch eine moderne Dreifeldsporthalle mit Zuschauertribüne, die nicht nur für den Schulsport, sondern auch für Veranstaltungen und Vereinswettkämpfe genutzt werden kann.

Parallel dazu beginnen in diesem Jahr die Erschließungsarbeiten für den ersten Bauabschnitt der neuen Stadtteilmitte am Berliner Platz. Das Zentrale Gebäudemanagement (ZGM) der Landeshauptstadt, das auch beim Bau des Berufsschulcampus federführend ist, führt diese Arbeiten aus. Durch die Überplanung des Areals soll hier künftig wieder der städtebauliche Mittelpunkt für die Stadtteile Großer Dreesch, Neu Zippendorf und Mueßer Holz entstehen. In den vergangenen Jahren wurden bereits zahlreiche alte Wohnblöcke abgerissen, um Platz für diese Neugestaltung zu schaffen.

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370 neue Wohnungen und weitere Bildungsprojekte

Unter der Leitung der städtischen Wohnungsgesellschaft WGS entstehen im ersten Schritt 370 neue Wohnungen mit insgesamt 25.000 Quadratmetern Wohnfläche. Diese beinhalten auch Sozialwohnungen und werden mit einer Investition von 77 Millionen Euro veranschlagt. Diese Maßnahme zielt darauf ab, das Wohnangebot zu verbessern und die Attraktivität des Stadtteils zu steigern.

Zusätzlich zu den städtischen Investitionen plant die Waldorfschule Schwerin einen Neubau im Quartier. Die Schule soll auf einem 24.500 Quadratmeter großen Grundstück an der Pecser / Perleberger Straße errichtet werden. Die Stadt hat das Grundstück dem Trägerverein per Erbbaurechtsvertrag zur Verfügung gestellt. Die Waldorfschule, die sich derzeit an der Schlossgartenallee befindet, möchte ihre Kapazität aufgrund steigender Schülerzahlen erweitern und suchte daher dringend nach einem neuen Standort mit ausreichend Platz. Neben einem modernen Schulgebäude sollen dort auch ein Hort, eine Kita und weitere Bildungs- und Betreuungsangebote entstehen.

Bürgerbeteiligung und positive Perspektiven

Am 19. März um 18 Uhr informiert die Stadt in einer Einwohnerversammlung im Atrium der Astrid-Lindgren-Schule in der Talliner Straße 4-6 über die aktuellen Bauvorhaben. Der stellvertretende Oberbürgermeister und Baudezernent Bernd Nottebaum, der aktuell die Verwaltung im Rathaus führt, wird gemeinsam mit Kristian Meier-Hedrich, dem Leiter des Zentralen Gebäudemanagements und Geschäftsführer der WGS, als Gesprächspartner zur Verfügung stehen. Bürgerinnen und Bürger können ihre Fragen schriftlich vorab per E-Mail unter buergerservice@schwerin.de einreichen. Der Einlass zur Veranstaltung beginnt ab 17.30 Uhr.

„Das sind alles gute Nachrichten für den Dreesch: Nach der Ansiedlung der Arbeitsagentur und des Jobcenters mit insgesamt 500 Arbeitsplätzen in einem neuen Bürogebäude im Mueßer Holz setzen wir mit den geplanten Großprojekten unsere Strategie fort, die soziale Durchmischung in diesem Teil Schwerins weiter zu verbessern“, erklärt Bernd Nottebaum. Diese Investitionen markieren einen wichtigen Schritt in der Stadtentwicklung und sollen langfristig zu einer positiven Veränderung der sozialen Strukturen in Neu Zippendorf beitragen.

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