Neues Wohngebiet in Tützpatz: Endlich wieder Bauland für junge Familien
In der Gemeinde Tützpatz können sich Bauherren und junge Familien nun wieder den Traum vom Eigenheim erfüllen. Der Birkenweg hat die letzte Hürde genommen und wurde offiziell als öffentliche Straße gewidmet, was den Weg für ein komplett erschlossenes Wohngebiet ebnet. Damit sind in dem kleinen Ort erstmals seit Jahren wieder freie Grundstücke verfügbar, was Bürgermeister Roland Schulz als dringend notwendig bezeichnet.
Öffentliche Widmung des Birkenwegs ermöglicht Bauland
Der entscheidende Schritt erfolgte durch einen Beschluss der Gemeindevertretung, der den Birkenweg gemäß dem Straßen- und Wegegesetz Mecklenburg-Vorpommern (StrWG MV) für den öffentlichen Verkehr widmete. Bereits im vergangenen Jahr wurde der neu gepflasterte Weg, der im Carré um die Häuser herumführt, fertiggestellt. Bürgermeister Schulz erklärt, dass der Birkenweg früher nur als Stichstraße existierte und daher der neue Teil als Ortsstraße gewidmet werden musste.
Dringender Bedarf an Wohnraum in der Gemeinde
„Weder in Schossow noch in Tützpatz gab es zuvor freie Grundstücke. Wir hatten schlichtweg keine Fläche mehr zur Verfügung. Im Scherz gesagt: Unsere eigenen Kinder hätten wir aus dem Dorf jagen müssen, weil einfach kein Platz mehr da war“, so Schulz. Diese Situation unterstreicht die Bedeutung des neuen Wohngebiets für die Gemeinde. Im bereits erschlossenen Teil des Birkenwegs sind in den vergangenen Jahren sechs Grundstücke besiedelt worden, und weitere sechs stehen nun zur Verfügung – die einzigen freien Grundstücke in der gesamten Gemeinde.
Gute Infrastruktur und zentrale Lage als Vorteile
Bürgermeister Schulz freut sich über potenziellen Zulauf, da Tützpatz mit einer Arztpraxis, Gaststätte, Kindergarten und Schule über eine solide Infrastruktur verfügt. Zudem liegt die Gemeinde günstig zwischen Altentreptow, Stavenhagen, Demmin und Neubrandenburg, was sie für Neubürger attraktiv macht. Sechs Häuser sind bereits auf der erschlossenen Fläche neu gebaut worden, was das Wachstumspotenzial unterstreicht.
Langer Weg bis zur Fertigstellung des Wohngebiets
Der Prozess bis zur Realisierung des Wohngebiets war jedoch langwierig. Im März 2023 landete die Beschlussvorlage für die Grundstücke im Birkenweg auf dem Tisch der Gemeindevertretung, wo festgelegt wurde, welche Flächen zu Bauland umgewandelt werden sollten und wie die Erschließungskosten auf Kommune und Anwohner verteilt werden. Wo früher Bäume, Büsche und Sandhügel standen, wurde alles begradigt und mit Abwasser sowie weiterer Versorgung erschlossen.
Verzögerungen durch Genehmigungsverfahren
Die Umsetzung dauerte länger als erhofft, da der Bebauungsplan geändert werden musste, nachdem sich herausstellte, dass Straßen fälschlicherweise über Privatland verliefen und nicht der Gemeinde gehörten. „Das Genehmigungsverfahren hat zwei Jahre benötigt. Das ist eindeutig viel zu lange. Das bereitete nicht nur uns Gemeindevertretern unnötigen Ärger, sondern vor allem leiden die Bauinteressenten unter solch einer Verzögerung“, monierte Schulz. Trotz dieser Hürden ist das Wohngebiet nun fertig und bietet neue Perspektiven für die Gemeinde.



