Pünktlich zum Welttag des Buches wurde im Malchiner Stadtpark eine ausgediente Telefonzelle als Büchertauschplatz eröffnet. Die neue Bücherbox lädt rund um die Uhr zum Stöbern und Lesen ein. Ursula Hofmann war eine der ersten Besucherinnen und fand schnell ihr Lieblingsbuch: „Liebe“ von Toni Morrison. Sie wohnt seit sechs Jahren in Malchin und hat über die Bibliothek Kontakt zur Literatur gefunden.
Unbegrenzter Zugang zu Büchern
Die ehemalige Telefonzelle steht bereits seit Monaten zwischen dem Seniorenheim und dem Mühlenteich. Viele Malchiner fragten sich, was sie hier wohl soll. „Sie soll zum Stöbern und zum Lesen einladen. Wir wollen einen unbegrenzten Zugang zu Büchern ermöglichen“, erklärte Bibliotheksleiterin Jane Langforth.
Klare Regeln und Erwartungen
Es gibt keine strengen Regeln für den Büchertausch, aber eine Erwartung: Wer sich ein Buch mitnimmt, sollte auch eines in die Regale stellen – oder gleich zwei. „Wir werden einmal pro Woche nach dem Rechten sehen“, so Langforth. Die Box ist rund um die Uhr geöffnet, bei Dunkelheit sorgt eine benachbarte Straßenlaterne für Licht.
Künstlerische Gestaltung
Damit die Bücherzelle nicht zu sehr an ein Telefonhäuschen erinnert, hat der Künstler Horst-Michael Bierkamp von der Künstlerkolonie Nordlichter sie farbig gestaltet. Noch fehlt ein Bücherwurm als Verzierung. Eine zweite Telefonzelle, ebenfalls von Telekom-Mitarbeiter Michael Großmann besorgt, steht für den Ortsteil Remplin bereit. Wo genau dort Bücher getauscht werden können, ist noch offen. Beide Zellen wurden mit Spendengeldern von der Telekom erworben.



