16-Jähriger gründet Basketball-Verein in Teterow und träumt vom ersten Sieg
Die Vereinslandschaft in Teterow hat seit einem Jahr eine neue Bereicherung: die Roosters. Übersetzt bedeutet der Name Hähne und bezeichnet den ersten Basketball-Verein in der Stadt. Seit der Gründung im November 2024 ist der Verein auf beachtliche 48 Mitglieder angewachsen, und das Interesse am Basketball-Sport reißt nicht ab.
Vom Sportunterricht zum eigenen Verein
Der 16-jährige Jeffrey Schlaak gab vor etwa anderthalb Jahren den Anstoß zur Vereinsgründung. „Ich hatte im Sportunterricht Basketball gespielt und das hat mir solch großen Spaß gemacht, dass ich mit meinem Vater Ronny die Turnhalle Nord mietete“, erzählt Jeffrey. Zunächst warfen sie dort alleine Körbe, doch bald gesellten sich Jeffreys Freunde dazu. Da die Jungen mit Gleichaltrigen im Ligabetrieb spielen wollten, sprach Jeffrey mit seinen Eltern über eine Vereinsgründung.
Ronny Schlaak, seit seiner Jugend eingefleischter Basketballfan, und seine Frau Nadine überlegten nicht lange und gründeten die Roosters. Mit großer Unterstützung vom Landessportbund und dem Basketballverband Mecklenburg-Vorpommern stellten sie eine U16-Mannschaft für den Ligabetrieb auf die Beine.
Der Name als Hommage an Teterow
Die Bezeichnung Roosters wurde bewusst gewählt, um einen Bezug zu Teterow herzustellen. „Der Name sollte einen Bezug zu Teterow haben“, erläutert Vereinsvorsitzender Ronny Schlaak. Da Rooster übersetzt Hahn bedeutet und Teterow als Ort des Auer- bzw. Birkhahns bekannt ist, fiel die Entscheidung auf diesen Namen. Ronny Schlaak ist auch Mitglied des MC Bergring Teterow und bringt so lokale Verbundenheit ein.
Rasantes Wachstum und engagierte Unterstützung
Dreimal pro Woche – von Dienstag bis Donnerstag – trainieren die Roosters in der Turnhalle des Gymnasiums. Das schnelle Wachstum des Vereins hat selbst Jeffrey überrascht. „Dass der Verein so schnell wächst, hätte ich am Anfang nicht gedacht“, erzählt er. Neben der U16-Mannschaft gibt es bereits die Mini-Roosters, eine Nachwuchsgruppe für junge Basketballer. Um diese trainieren zu können, hat Susann Kubiak, Mutter eines Mini-Roosters, extra einen Trainerschein gemacht.
Die Eltern unterstützen die Basketball-Schützlinge tatkräftig, etwa bei Spielen durch Verpflegung. Zudem hat der Verein bereits einige Sponsoren gewonnen. Ohne diese Hilfe und die Mitgliedsbeiträge wären Kosten für Equipment, Benzin, Gebühren und Spieler-Anmeldungen kaum zu stemmen. Bisher haben die jungen Sportler sieben Spiele absolviert – vier auswärts und drei zu Hause.
Der Traum vom ersten Sieg
„Leider haben sie bislang noch keines gewonnen“, sagt Vereinsvorsitzender Ronny Schlaak. Für ihn und seine Frau ist das verständlich, da die Jugendlichen quasi von null auf hundert in den Ligabetrieb eingestiegen sind. Es fehle noch an Erfahrung, aber das Team wachse immer mehr zusammen. „Wenn der erste Sieg erst einmal da ist, dann ist das Eis gebrochen“, ist sich Nadine Michels-Schlaak sicher.
Nächstes Heimspiel am 1. März
Gelegenheit für den ersten Sieg haben die Roosters am Sonntag, dem 1. März. In der Altersklasse U16 kommen zwei Teams der Rostock Seawolves nach Teterow in die Turnhalle des Gymnasiums. Die Hähne müssen an diesem Tag gleich zwei Kämpfe bestreiten – einen um 10 Uhr und den anderen ab 14 Uhr. Alle Basketballfans sind eingeladen, die Partie zu verfolgen und die jungen Spieler anzufeuern.
Der Verein zeigt, wie Engagement und Leidenschaft von Jugendlichen und ihren Familien eine Sportgemeinschaft formen können. Mit weiterem Zuspruch und wachsender Erfahrung könnte der erste Sieg bald Realität werden.



