Brücke Boizenburg: Generationen verbinden sich in neuer Nachbarschaftsinitiative
In der Elbestadt Boizenburg formiert sich eine bemerkenswerte zivilgesellschaftliche Bewegung. Mehrere Frauen unterschiedlichen Alters haben sich zusammengefunden, um das Projekt „Brücke Boizenburg“ ins Leben zu rufen. Diese innovative Initiative zielt darauf ab, Menschen aus der Stadt miteinander zu vernetzen und gegenseitige Unterstützung in vielfältigen Lebensbereichen zu ermöglichen.
Die Vision: Gegenseitige Hilfe unabhängig von familiären Bindungen
Barbara-Marie Mundt, die diese Idee gemeinsam mit Nora Prötzig entwickelt hat, erläutert das Konzept: „Eigentlich gibt es in anderen Städten schon ähnliche Projekte, aber eben noch nicht hier in Boizenburg.“ Die Inspiration kam ihr im Gespräch mit einer alleinerziehenden Mutter von drei Kindern, bei dem das Thema „Leihgroßeltern“ zur Sprache kam.
„Jede Seite soll etwas davon haben“, betont Mundt. „Junge Menschen suchen manchmal Hilfe bei der Kinderbetreuung oder einen Opa, der gern bastelt – ältere Menschen benötigen gelegentlich Unterstützung beim Einkaufen oder am PC.“ Diese verschiedenen Themenfelder zeigen das breite Spektrum der geplanten Nachbarschaftshilfe.
Die Herausforderung: Menschen zusammenbringen und Begabungen nutzen
Die größte Schwierigkeit bestehe darin, die richtigen Personen zusammenzubringen, um so die gegenseitigen Fähigkeiten und Talente optimal nutzen zu können. „Viele Dinge, die dem einen schwerfallen, erledigt die andere nebenbei“, erklärt Mundt. Wenn Menschen miteinander vernetzt sind und sich absprechen können, stellt für viele die Unterstützung einer älteren Nachbarin beim Einkauf oder die kurzfristige Betreuung eines Nachbarkindes keine besondere Belastung dar.
Auftakttreffen am 28. März im Winterquartier der Minna
Am 28. März um 16 Uhr findet im Winterquartier der Minna an der Reichenstraße 18 ein erstes Treffen statt. Hier können Interessierte gemeinsam überlegen, wie die „Brücke Boizenburg“ mit Leben gefüllt werden kann. „Wer mitmachen und sich mit seinen Fähigkeiten einbringen möchte, ist herzlich willkommen“, lädt Mundt alle Engagierten ein.
Gemeinsam mit Nora Prötzig und weiteren Unterstützern hofft sie auf zahlreiche Teilnehmer, die bereit sind, Brücken zwischen den Generationen zu bauen – von Alt zu Jung und umgekehrt. Dieses Projekt könnte ein wichtiger Schritt zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts in der Elbestadt werden.



