Kettensägenkunst begeistert Mitarbeiter der Peene-Werkstätten in Demmin
Holzbearbeitung einmal ganz anders erleben – das konnten Beschäftigte der Peene-Werkstätten GmbH Demmin kürzlich im Betriebsteil an der Drönnewitzer Straße. Das Unternehmen, das sich seit mehr als 40 Jahren für die Integration von Menschen mit Behinderung in Gesellschaft und Arbeitsmarkt einsetzt, erlebte eine besondere Abwechslung im Arbeitsalltag.
Kettensägenkunst live erleben
In der Produktionsstätte an der Drönnewitzer Straße sind derzeit 45 Mitarbeiter beschäftigt. Sie kamen bei einer Vorführung von Sabrina Bartz und Mirko Rümker voll auf ihre Kosten. Die beiden Holzkünstler warfen ihre Kettensägen an, und die Zuschauer staunten darüber, wie sie damit aus Baumstämmen kunstvolle Figuren entstehen ließen.
„Diese Vorführung ist für unsere Mitarbeiter eine willkommene Abwechslung. Sie erleben hautnah mit, dass es nicht nur Parkett und Brennholz gibt“, stellte Standort-Hausleiterin Mandy Volgmann fest. Die Peene-Werkstätten haben sich mit ihren Produkten vom Stäbchenparkett über kunstvolle Mosaikparkettplatten bis hin zu schlichtem Brennholz weit über die Region hinaus einen Namen gemacht.
Großes Interesse für Holzfiguren
Die Mitarbeiter zeigten sich begeistert von den Vorführungen. „Diese Vorführung gefällt mir sehr gut“, meinte beispielsweise Volker Stock, der seit 1996 bei den Peene-Werkstätten arbeitet und im Hauswirtschaftsbereich und in der Küche im Einsatz ist. „Es ist ganz prima, dass Frau Bartz uns erklärt, wie sie die tollen Figuren herstellt. Am besten gefällt mir der Adler.“
Auch Mitarbeiterin Andrea Gros bestätigte, dass sich die Kollegen für Holzkunst begeistern und fragten, ob es möglich sei, solche Kunstwerke auch aus ihrem Holz zu fertigen. Mario Drienko, Gruppenleiter im Bereich Holzverarbeitung, berichtete von einem hohen Interesse an den mitgebrachten Figuren und erklärte: „Einige unserer Mitarbeiter haben auch einen Kettensägenschein.“
Künstler freuen sich über Einladung
Sabrina Bartz zeigte sich erfreut über die Einladung: „Es ist wichtig, den Mitarbeitern der Peene-Werkstätten einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen. Es kommen viele Fragen auf, die davon zeugen, wie intensiv sich die Mitarbeiter mit der Holzverarbeitung befassen.“
Mirko Rümker, der das Kettensägen hobbymäßig betreibt, ergänzte: „Ich arbeite regelmäßig mit Sabrina Bartz zusammen. Solch eine Demonstration in einer kleinen Holzfabrik ist eine feine Sache. Das Interesse an unseren Arbeiten ist enorm.“
Mitarbeiter bringen sich aktiv ein
Besonders bemerkenswert war, dass sich einige der Beschäftigten auch selbst mit einbrachten. An einem Baumstamm warf Mitarbeiter Paul Lewandowski die Kettensäge an. Er gehört seit zehn Jahren zum Team der Peene-Werkstätten und erklärte stolz: „Ich arbeite hier in der Holzverarbeitung und habe im vergangenen Jahr meinen Berechtigungsschein zum Führen von Kettensägen gemacht. Auch Gabelstapler darf ich fahren.“
Die Vorführung der Kettensägenkünstler zeigte eindrucksvoll, wie Kunst und Handwerk den Arbeitsalltag bereichern können und bei den Mitarbeitern nicht nur Neugier, sondern auch Stolz auf ihre eigenen Fähigkeiten wecken.



